Very British – Scones & Tea

Wer meinem Blog schon länger folgt, der weiß das ich England (insbesondere London) liebe. Daher liegt es nahe, das ich England einfach manchmal in meinem Häuschen begrüßen möchte… Und wie würde das wohl besser gehen, als mit leckeren Scones und einem schönen schwarzen Tee mit einem Schuss Sahne?

Scones sind so unglaublich einfach zu machen, das bekommt wirklich jeder hin… bleibt nur noch die Frage: „Zuerst die Clotted Cream oder erst die Marmelade?“ (Ich persönlich bevorzuge zuerst die Clotted Cream und dann die Marmelade 😀 ) Egal wie ihr es halten wollt, hier habt ihr erstmal das Rezept für die Scones:

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Zutaten:

  • 400 gr helles Mehl
  • 125 gr Butter
  • 2 gestrichene TL Natron
  • 2 Eier
  • 150 ml Sahne
  • 5 EL Zucker
  • Rosinen (optional)

Zubereitung: 

Die trockenen Zutaten miteinander vermischen. Die KALTE Butter, Sahne und 1 Ei hinzufügen und mit dem Handmixer und Knethaken zu einem Teig verrühren. Gegebenenfalls die Rosinen unterkneten.

Den Ofen auf 180 Grad Umluft vorheizen.

Teig noch mal kurz mit der Hand auf der bemehlten Arbeitsfläche kneten, Kugeln formen und mit Platz zwischen den einzelnen Teigkugeln auf ein eingefettetes und bemehltes Backblech geben.

Das übrige Ei trennen und das Eigelb in einer kleinen Schale verquirlen. Das Eigelb über die Scones streichen.

Bei 180 Grad Umluft ca. 20 Minuten (kommt auf die Größe eurer Scones an) goldbraun backen. Garprobe nicht vergessen.

Serviert werden die Scones traditionell mit Clotted Cream und Marmelade. Schmeckt aber auch mit normaler Butter oder Margarine. 😀

Und dann heißt es „I take tea, my dear!“

Cheers

Eure Rena

Vom Plastikproblem und der Wahl für ein bewussteres Leben

Bewusst leben – was bedeutet das eigentlich? Ich denke für Jeden hat es eine etwas andere Bedeutung. Während die Einen darunter verstehen jeden Moment wertzuschätzen, stellt sich ein Anderer darunter die bewusste Entscheidung für einen bestimmten Lebensweg vor. Andere halten den bewussten Verzicht auf etwas für ein bewusstes Leben. Ich denke bewusstes Leben ist eben von allem ein bisschen. Gesunde, natürliche Ernährung, die bevorzugte Benutzung von natürlichen und nachwachsenden Ressourcen. Eine gute Balance eben. Vor unserem Umzug ins Haus hatte ich bereits einen, nennen wir es mal radikalen, Rundumschlag gemacht. In den sechs Jahren hatte sich unglaublich viel unnützer Kram angesammelt. Da ich noch nie ein Freund der Wegwerfgesellschaft war, hatte ich unseren Hausstand halbiert, in dem ich die meisten Sachen bei ebay Kleinanzeigen, und etwaigen anderen Internetportalen (Werbung und so) verkauft habe. Das brachte nicht nur ein unglaublich befreiendes Gefühl mit sich sonder tat dem Geldbeutel gut. Was ich nicht verkaufen oder verschenken konnte flog (zwar getrennt aber dennoch achtlos) auf den Müll. Doch gibt es eine Möglichkeit diesen unsinnigen Konsum um des Konsums Willen einzudämmen oder gar zu eliminieren? Die Antwort heißt wie so oft: „Es kommt darauf an…“ Es kommt nämlich darauf an, wie viel man zu ändern bereit ist.

Ich muss zu meiner eigenen Schande gestehen, während der Bauphase ist dieses Thema leider etwas in den Hintergrund gerückt. Da wir aber nun ein gutes halbes Jahr in unserem kleinen Zipfelmützenhaus wohnen, und auch die Doppelbelastung nicht mehr da ist, habe ich mich wieder intensiver mit dem Thema Nachhaltigkeit beschäftigt. Und das Erschreckende daran ist schlicht und ergreifend, das auch wenn du dich selbst für halbwegs gut informiert hälst, du so unglaublich wenig weißt. Ein konkretes Beispiel: Natürlich weiß man das Plastik der Umwelt schadet und in den Weltmeeren landet. Aber für die aller Meisten von uns ist es eher ein abstraktes Problem, was einen ja irgendwie nicht so richtig richtig selbst betrifft. Aber nur Wenige wissen z. B. das die „Ausdünstungen“ von manchen Plastikarten den Hormonhaushalt beeinflussen können. Mikroplastik ist nachweislich in unserem Körper zu finden. Der Wocheneinkauf besteht zu 80 % aus Verpackung… Und das sind nur vereinzelte Beispiel. Wir schmieren uns täglich Plastik ins Gesicht, waschen unsere Haare damit und packen unsere Lebensmittel damit ein. Plastik ist einfach allgegenwärtig.

Vor etwa zwei Monaten hatte ich eine mörderische Grippe. Vier Wochen lag ich einfach flach, jegliche Bewegung war zu viel des Guten. Was macht Frau also, wenn sie einfach nicht mehr kann? Genau… Fernsehen…  Wir haben jedoch kein normales Fernsehen, also dieses old school Satelliten- oder Kabel-Fernsehen. Aber wir haben Netflix und wir haben Prime Video (Achtung schon wieder Werbung). Ich habe also eine Menge Zeit gehabt um Fernsehen zu schauen. Klar waren dabei auch einige kurzweilige Serien und Filme gewesen, aber eben nicht nur. Ich nenne es gerne Verdummungsfernsehen. Glotze an, Hirn aus. Das konnte ich noch nie sonderlich lange aushalten. Und deshalb habe ich viele Dokumentationen verschlungen. Unter anderem „A plastic ocean“ und „Before the flood“. Besonders „A plastic ocean“ war für mich erschreckend. Ich bin nicht zwangsläufig ein besonders emotionales Wesen, aber mir standen zeitweise die Tränen in den Augen. Nein sie standen nicht nur in den Augen, sie liefen mir die Wangen runter. Seevögel die bis zum Rand mit Plastikteilen gefüllt waren, Walfische die elendig verendet sind. Ich glaube das war eine der schlimmsten Szenen der Dokumentation. Ich liebe Wale und durfte sie sogar schon in der freien Wildbahn beobachten. Vielleicht haben mich diese Bilder deswegen so sehr getroffen. Das Thema Plastik lies mich nicht mehr los.  Ich fing an mich zu belesen, zu informieren. Und das was ich herausfand, zeigte mir das ich was ändern wollte. Nur wo anfangen? Die Antwort ist ganz einfach, irgendwo… ganz egal wo, nur bitte in Aktion treten. Vom drüber Nachdenken und Schwierigkeiten an allen Ecken und Ende zu sehen ist noch nie etwas geworden. Das soll natürlich nicht zu blindem Aktionismus aufrufen. Es geht ja schließlich um Nachhaltigkeit.

Zu Erst begann ich mit einer selbstauferlegten Kaufsperre und einer, nennen wir es mal, „Inventur der Lagerbestände“. Angefangen in der Küche, denn das ist am einfachsten. Wenn etwas leer wird, schaut man nach einer unverpackten Alternative. Gemüse und Obst sind dabei absolut einfach auszutauschen. Im örtlichen Biomarkt gibt es frische Lebensmittel unverpackt zu kaufen. Und selbst in jedem Supermarkt werden Obst und Gemüse einzeln und ohne Verpackung angeboten. Doch was tun mit Getränken, Aufschnitt, Käse, Nudeln und Co.? Glaubt mir auch das ist ziemlich einfach:

  • Getränke wie Saft, Wasser und Softdrinks gibt es in Mehrweg-Glasflaschen. Klar sind die schwerer, dafür aber frei von Weichmachern. Und Wasser gibt es ganz einfach aus dem Wasserhahn, ganz ohne Schlepperei. (Das machen wir übrigens schon seit vielen Jahren, denn wir haben im fünften Stock in einer Wohnung ohne Fahrstuhl gewohnt. 😀 )
  • Geht es um Milch so gibt es die in ebenfalls in Glasflaschen. Wir greifen in letzter Zeit allerdings immer öfters auf die pflanzlichen Alternativen zurück. Lediglich im Kaffee kann ich mich noch nicht zur Pflanzenmilch überreden, leider flockt die nämlich immer wieder aus. Im Supermarkt gibt es Pflanzen-Drinks meistens nur in Kartons. Auch wenn drauf steht, das die recyclebar sind, so ist das ein sehr komplizierter Prozess der Spezialanlagen benötigt. Was also tun? Sehr sehr einfach und vollkommen unkompliziert mit nahezu keinem Aufwand lässt sich Pflanzenmilch selbst herstellen, alles was ihr braucht ist einen elektrischen Stabmixer oder Standmixer. Mandelmilch zum Beispiel ist in unter zwei Minuten mit Mandelmus, einem Stabmixer und Wasser gemacht. Hafermilch braucht maximal fünf Minuten, Haferflocken, Wasser, und einen Nussmilchbeutel ( ein sauberes Leinentuch tut es übrigens auch).
  • Aufschnitt / Käse sind ein bisschen „komplizierter“. Man muss nämlich kommunizieren. Ja, ehrlich, so richtig mit reden und lächeln und so.                      Spaß bei Seite… Beim örtlichen Fleischer, oder an der Käsetheke ist mit einem Lächeln, einer freundlichen Frage und einer sauberen Dose schon viel gekonnt. Die meistens Läden dürfen die Dosen zwar nicht hinter die Theke nehmen, aber auf den Tresen darf die Dose gerne gestellt werden. Die Verkäufer/innen dürfen die Ware nach dem Abwiegen dort hereinlegen. Klar gibt noch Läden, die die eigene Dose mit vorgeschobenen Hygieneregeln ablehnen. ABER… weniger als man denkt. Wenn ich an meinen ersten Einkauf beim Fleischer denke, ich brauchte Hack für die Lasagne, muss ich immer noch schmunzeln. Ich wanderte mit meiner Büchse zur Theke, und schaute irgendwie ganz verlegen meine Füße an, als ich sagte: „Ich hätte gerne 300 Gramm Rinderhack, aber können Sie es mir bitte in meine Dose hier geben? Ich versuche nämlich auf Plastikverpackungen zu verzichten…“ dabei hob ich die Dose leicht verschämt in die Höhe. Die Verkäuferin antwortete deutlich grinsend: „Selbstverständlich kein Problem, stellen Sie die Dose doch bitte hier auf das Tablett, dann lege ich die Ware gleich rein. Ist wohl ihr erster Einkauf mit eigener Dose?“ Äh ja… ihr seht, offensichtlich gibt es immer mehr Menschen, die dem Plastik den Kampf angesagt haben. Und eine freundliche Frage kostet nichts. Seien wir doch mal ehrlich, was soll denn auch geschehen? Mehr als das man ein Nein kassiert kann doch nun wirklich nicht passieren.
  • Nudeln, Reis und Co. gibt es in immer mehr Bioläden in „Silos“ unter die man eine Papiertüte oder manchmal sogar sein eigenes mitgebrachtes Gefäss (fragt bitte vorher an der Kasse) drunter hält und sich abfüllt was man braucht. Außerdem gibt es eine wunderbare Erfindung… Unverpacktläden. Und die werden Gott sei dank immer mehr. Selbst in unserer Nähe gibt es welche (und wir wohnen wahrlich nicht in einer Großstadt-Metropole). Und diese Läden sind wirklich wahnsinnig spannend. Man packt seine leeren, sauberen Gefäße (Gläser, Dosen, Beutel) ein und wandert damit in den nächsten Unverpacktladen. Dort wiegt man seine leeren Gefäße aus und vermerkt das Gewicht irgendwo auf dem Behältnis. Anschließend schlendert man durch den Laden und bewundert die gar nicht mal so kleine Auswahl (ich habe Bauklötze gestaunt als ich gesehen habe, das es sogar Nuss-Nougat-Creme gibt). Bei meinem ersten Besuch in einem Unverpacktladen, war ich ehrlich gesagt ein bisschen erschlagen von der Vielfalt. Nudeln, Reis, Trockenbohnen, Mehl, Kaffee, Spülmittel, ja sogar Gummibären und Schokolade gibt es dort. Wirklich der Wahnsinn und gerade auch für Kinder ein Erlebnis wert.

Ich war überrascht wie einfach die Umstellung in der Küche ging. Was leer wurde, wurde nach und nach durch unverpackte Alternativen ersetzt. Statt Hundertfünfzigtausend angefangene offene Plastikbeutel im Vorratsschrank stehen und liegen zu haben, herrschen jetzt ordentlich aufgereihte Gläser (hauptsächlich leergefutterte Gläser von ehemaligen Marmeladen, Brotaufstrichen, Gurken, Joghurt und Co.) vor. Das macht den Vorratsschrank wesentlich übersichtlicher und man sieht gleich wenn was nachgekauft werden muss.

Dinge wie Alu- und Frischhaltefolie sind verschwunden, dafür gibt es nämlich Bienenwachstücher, die sehen nicht nur viel hübscher aus, sondern sind einfach zu reinigen und sehr oft wieder zu verwenden. Und sie kleben ganz von selber ganz genauso wie man es gerade braucht, einfach durch die Wärme der Hände. Da verrutscht nichts, trocknet nichts drin aus und Geruch kommt auch keiner durch.

Da sich dieses Thema immer weiter in meinem täglichen Ablauf etabliert, werden schätzungsweise noch einige Beiträge folgen. Diese werde ich dann selbstverständlich hier verlinken.

Liebe Grüße

eure Rena

Der schnellste Bohnensalat der Welt

Heute gibt es mal wieder ein Rezept… ich liiiiiiebe Bohnen in jeder Variante. Wem es da genauso geht, der sollte also umbedingt das folgende Rezept ausprobieren.

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Zutaten (für 4 Personen):

  • 250 gr frische grüne Bohnen
  • 1 Dose weiße Bohnen
  • 200 gr Cherrytomaten
  • 150 gr Serranoschinken
  • 3 Knoblauchzehen
  • weißer Balsamicoessig
  • Olivenöl
  • Salz
  • Pfeffer
  • frischer Thymian
  • Natron
  • Eiswasser

Zubereitung:

Die grünen Bohnen putzen und etwa 5 Minuten in ausreichend gesalzenem Wasser bissfest kochen. Wenn ihr dem Wasser einen TL Natron zufügt bleiben die Bohnen schön grün. Umbedingt anschließend mit Eiswasser abschrecken.

Weiße Bohnen in ein Sieb abgießen, kurz kalt abbrausen und abtropfen lassen.

Die Knoblauchzehen schälen und in hauchdünne Scheiben schneiden. Olivenöl in einer Pfanne geben und erhitzen. Die Knoblauchscheiben in das heiße Öl geben und goldgelb rösten (wenn sie zu dunkel werden werden sie bitter und eigenen sich nur noch für die Tonne). Zur Seite stellen.

Die Tomaten waschen, halbieren.

Grüne und weiße Bohnen, Tomaten, Knoblauch (inkl. dem Olivenöl) in eine Schale geben, vorsichtig untereinander heben. Mit Essig, Salz, Pfeffer und dem frischen Thymian abschmecken.

Serranoschinken „grob zerpflücken“ und unter den Salat heben.

Und zu letzt das aller Wichtigste: Hinsetzen und genießen!!!

Guten Hunger

Eure Rena

London – sechs Nächte, sieben Tage – Teil 3

Kommen wir nun zu meinem dritten und letzten Teil der London-Woche. Interesse an Teil 1 & Teil 2?

Tag 5 – Shopping, Shopping, Shopping…

Ganz ehrlich, wenn ihr euch nicht einen Tag freihaltet um in London, die nahezu unbegrenzten Einkaufsmöglichkeiten zu erkunden, kann ich nur sagen selbst schuld. London bietet von dem kleinen Trödelmarkt zum Designerlabel alles was sich das Herz wünschen kann. Deswegen eine kleine Auflistung an Einkaufs- und Bummelmöglichkeiten:

  • Camden Lock & The Stables –  Eigentlich handelt es sich hier um verschiedene Märkte die fließend in einander übergehen. Gerade seit ihr noch an Ständen mit günstigen Klamotten und billigen Sonnenbrillen vorbei geschlendert und schon erschnuppert ihr im nächsten Moment leckeres Streetfood. Da kann einem schon mal das Wasser im Mund zusammen laufen. Ein paar Ecken weiter dürft ihr dann in aller Ruhe bei Ständen mit schicken in Leder gebundenen Büchern und ausgefallener Deko stöbern. Der Camden Lock hält für jeden was bereit. Doch da er nicht mehr als Geheimtipp gilt, bringt Geduld mit, hier kann es gerade am Nachmittag extrem voll werden. Teilweise ist dann auch die Tube Station Camden Town wegen Überfüllung gesperrt. Entweder ihr weicht auf Busse aus oder ihr lauft ein kleines Stück zur nächsten Station. Übrigens unter der Woche ist zwar immer noch viel los, aber es ist nicht ganz so überlaufen.
  • Regent and Oxford Street – Vor Weihnachten der Hingucker im West End (ich sag nur Lichteralarm), besticht die Oxford Street wie auch die Regent Street durch ein Großaufgebot an namhaften Läden. Wer jetzt jedoch nur an Designer und Highfashion Label denkt ist falsch gewickelt. Es findet sich auch ohne Probleme was für den kleineren Geldbeutel. Einfach vom Piccadilly Circus losmarschieren. Ihr werdet sicherlich fündig.
  • Brick Lane – Die Brick Lane ist aktuell das must visit in London. Sie liegt im Stadtteil Spitalfields und damit in einem der angesagtesten Viertel. Warum? Ganz einfach… Rund um die Brick Lane findet sich unglaubliche Street Art. Praktisch an jeder Wand finden sich wahrhafte Kunstwerke. Schnappt euch unbedingt eine free Walking Tour Guide. Die Jungs und Mädels wissen unglaublich viele Hintergrundstorys und kennen die besten Ecken. Meistens dauern solche Touren rund 90 Minuten bis 2 Stunden. Lohnt sich in jedem Fall (nicht nur für einen ersten Überblick).
  • Notting Hill Farmer’s Market / Portobello Road Market – Ihr steht auf Trödelmärkte? Dann nichts wie hin zum Portobello Road Market. Während unter der Woche hauptsächlich Lebensmittel und Blumen auf den Auslagen feilgeboten werden. So wird am Wochenende allerlei Antikes und natürlich auch jede Menge Kleinkram ausgepackt. Was gibt es denn Besseres als an einem Samstag morgen mit einem Kaffee in der Hand zwischen den Ständen herum zu schlendern? Sozusagen auf den Spuren von Julia Roberts und Hugh Grant durch Notting Hill… Hach…
  • Borough Market – Egal was ihr vorher tut, kommt mit absolut leerem Magen. Und das meine ich wortwörtlich… Auf dem Borough Market findet ihr nicht nur super frisches Obst und Gemüse, sondern vor allem ausgefallenes Street food. Es gibt vom indischen Curry bis zum japanischen Burger einfach alles was einem das Wasser im Mund zusammen laufen lässt. Versprochen… Hier findet sich garantiert für jeden Geschmack etwas. Und auch für einen süßen Abschluss findet sich unter Garantie etwas.
  • Covent Garden –  Natürlich gibt es hier wie nahezu überall in London tolle Läden und schöne Stände, aber das eigentlich Interessante am Covent Garden sind die Straßenkünstler. Lange müsst ihr nicht suchen, ihr stolpert hundertprozentig über einen der vielen Straßenkünstler rund um den Covent Garden. Stellt euch dazu und genießt die Show. Stromert ein wenig durch die Gassen (ganz in der Nähe findet ihr übrigens Neal’s Yard) denn in Soho gibt es wahnsinnig gute Restaurants 😀

Tag 6 – Kew Royal Botanic Garden

Mein letzter Tag in London sollte ganz und gar im Freien stattfinden. Da ich ja sowieso schon total in englische Gärten verliebt bin und ich mir so sehr einen eigenen englischen Cottagegarten wünsche, was sollte da also besser passen als den Tag im Royal Botanic Garden zu verbringen. Etwas außerhalb vom Londoner Innenstadttrubel ist dieses wunderschöne Stück Land zu finden. Der Park ist so liebevoll gestaltet und für jeden Naturliebhaber ein absolutes Muss. Es gibt nicht nur wunderschöne Themenbereiche, sondern auch tolle „Gewächshäuser“. Ich schreibe Gewächshäuser bewusst in Anführungsstrichen… warum? Schaut einfach in die Fotos, dann versteht ihr es… 😉 Unter anderem findet sich dort ein Baumwipfel-Pfad. Wer halbwegs schwindelfrei ist sollte definitiv einen Abstecher in die Baumkronen wagen. Der tolle Ausblick ist garantiert. Außerdem habt ihr in Kew einige riesige tropische Gewächshäuser. Unter anderem das älteste Gewächshaus aus der Kombination Stahl und Glas. Das Palmhaus wurde erst vor kurzem komplett überholt und zeigt einige seltene Pflanzen die von über all aus der Welt zusammengetragen wurden… aber seht selbst…

 

Und während ich den Beitrag noch mal quer lese packt mich schon wieder die Lust, ein Ticket nach London zu buchen… Ich hoffe ich konnte dem einen oder anderen ebenfalls Lust auf die britische Hauptstadt machen. Übrigens ja mein Blog beinhaltet wie immer ggf. Werbung da ich ja über diverse Ausflugsziele schreibe. Aber wie immer ist diese absolut umbeauftragt und vor allem unbezahlt. Sowohl die Reise wie auch die Eintrittspreise sind von mir selbstständig finanziert. 😀

 

London – sechs Nächte, sieben Tage – Teil 2

Und weiter geht es mit meinem kleinen Ausflug nach London… Zum ersten Teil geht’s im Übrigen hier lang.

TAG 3 – Harrods – Albert Memorial – Kennsington Garden – Buckingham Palace – Fortnum & Masons – Piccadilly Circus – British Museum

Nach einem ausgiebigen Frühstück mit super fluffigen Croissants und leckerem White Flat, ging es für mich vom East End Londons nach Belgravia. Der Stadtbezirk ist wirklich hübsch anzusehen. Neben den üblichen Verdächtigen wie das Luxuskaufhaus Harrods und natürlich das Instagramm gehypte Café Peggy Porschen, ist es wirklich lohnenswert einfach mal so durch die Straßen zu schlendern und die edwardianischen und viktorianischen Häuser mit teilweise beeindruckender Dekoration zu bewundern.

Von Belgravia ist es ein Katzensprung am Albert Memorial vorbei bis zum Kennsington Garden, der für mich schönste Park in London ist. Der „Sunken Garden“ gleich neben dem Kennsington Palace ist so unglaublich schön angelegt, die zugewachsenen Tunnel, und gewundenen Pfade verlocken zu einem gemütlichen Spaziergang. Hier ist vom Großstadttreiben nichts zu spüren. Kleiner Tipp von mir: Unbedingt Erdnüsse einpacken. Denn wer eine Nuss in der Tasche hat, der kann sich drauf verlassen, Besuch von einem der zutraulichen Eichhörnchen zu bekommen. 🙂

Da ich grundsätzlich gerne zu Fuß unterwegs bin, ging es gemütlich quer durch den Kennsington Garden, durch den Hyde Park rüber Richtung Buckingham Palace. Jedoch  solltet ihr die Strecke nicht unterschätzen (da ich den gesamten Tag gelaufen bin sind in Summe rund 20 km zusammengekommen). Die Lauffaulen unter euch müssen jetzt allerdings keine hektischen Flecken bekommen. London hat ein fantastisch ausgebautes Ubahn- und Bus-Netz. Ihr könnt also auch ganz bequem von einem zum nächsten Ort fahren. Ich genieße es nur die Stadt zu Fuß zu erkunden, dabei stolpert man nämlich regelmäßig über tolle Straßenzüge, kleine verträumte Parks oder interessante Einkaufsmöglichkeiten.

 

Den Abschluss diesen Kilometer reichen Tages bildete das British Museum. Leute alleine das Foyer ist der absolute Wahnsinn. Wer durch die Türen des Museums schreitet, ohne das ihm die Luft weg bleibt, dem ist meiner Meinung nach nicht mehr zu helfen.  Der absolute Wahnsinn. Plant euch in jedem Fall genug Zeit ein, denn das Museum ist riesig und es gibt viele interessante Artefakte zu bestaunen…

 

TAG 4 – Harry Potter Studio Tour

Der vierte Tag war im wahrsten Sinne des Wortes magisch. Es ging in die Harry Potter Studios. Um es kurz zu machen, wer die Filme liebt kann sich den Tagesausflug ruhig gönnen. Die Tour dauert länger als man vielleicht vermuten würde. Das liegt ganz einfach daran, das man nach einer persönlichen Begrüßung durch die Hauptdarsteller 😉 frei durch die Studios laufen kann und die unzähligen Requisiten bestaunen kann. Dabei gibt man selbst das Tempo an.  Für mich war das Highlight die Zauberer Bank Gringotts. Dort wurde es förmlich feuerheiß. Aber ich glaube am besten lasse ich für diesen Ausflug einfach die Bilder sprechen.

 

Wenn ihr noch genug Atem für den dritten Teil habt, geht es hier lang.

 

P.S.: Der Beitrag kann Werbung beinhalten, diese ist wie üblich weder bezahlt noch beauftragt. Alle Reisekosten sind von mir selbst bezahlt und nicht in irgendeiner Form gesponsert.

London – sechs Nächte, sieben Tage – Teil 1

Vorab muss ich leider gleich zugeben, ich bin vernarrt in London. Für mich gibt es keine schönere und abwechslungsreichere Stadt. Wenn ich nicht einmal im Jahr mein Köfferchen packen und Englands Hauptstadt besuchen kann, fehlt mir was.

Im Mai war es soweit. Eine ganze wundervolle Woche die Londoner Luft schnuppern. Die Themse langschlendern, auf den vielen Streetfood Märkten schlemmen, Leute aus einem Café heraus beobachten, Geld auf der Oxford Street verschleudern, in einem der vielen Parks die Sonne genießen und faulenzen. Ach einfach herrlich. Aber fangen wir doch am besten von vorne an.

TAG 1  – Anreise – Leadenhall Market – St. Pauls Cathedral – Millenium Bridge – Tate Modern

Um sechs in der Früh, Schlaf noch in den Augenwinkeln, aber schon dieses schöne erwartungsvolle Kribbeln in der Magengrube, ging es für mich ohne größere Zwischenfälle, Staus oder Vollsperrungen nach Frankfurt zum Flughafen. Wer mich kennt der weiß das ich nicht unbedingt gerne von Frankfurt fliege. Der Flughafen ist mir einfach zu groß und überfüllt, da lob ich mir München. 😛 Aber wie es nun mal immer ist im Leben, man nimmt auch mal kleine Abstriche hin, wenn der Preis stimmt. Leider gut eine Stunde zu spät rollte der Flieger dann endlich um kurz vor zwölf über die Startbahn (wegen Instandhaltungsmaßnahmen waren Rollbahnen gesperrt und so stauten sich die Flugzeuge in langen Reihen auf den verbleibenden Bahnen). Wie auch immer der Pilot es geschafft hatte, wir landeten trotzdem mit nur zehn Minuten Verspätung in London Heathrow.

Fix auf das Gepäck warten und dann nichts wie vor zum Aufladen der OysterCard und ab in die Tube. Wer die OysterCard noch nicht kennt und einen Aufenthalt in London plant sollte sich schleunigst mit ihr beschäftigen. Ohne Sie geht nichts mit den öffentlichen Verkehrsbetrieben, auch genannt TfL (Transport for London). Naja eigentlich geht schon was, allerdings ist sie echt praktisch. Man lädt ein Guthaben auf und kann fortan mit der Card sowohl Bus wie auch Tube oder Bahn fahren. Wer wie ich sieben Tage bleibt und sich die Stadt anschauen mag, dem empfehle ich eine 7 Tage Tavelcard. Für die Zonen 1-2, welche übrigens absolut ausreichend ist um London ausgiebig erkunden zu können, bezahlt ihr rund 35 Pfund +  5 Pfund Pfand für die Karte selber.  Für den Fall das ihr ein Ziel außerhalb der beiden Zonen besuchen wollt, ladet ihr euch einfach fünf bis zehn Pfund auf die OysterCard und die Zusatzkosten werden automatisch vom Guthaben abgezogen. Ihr seht also total praktisch… Die Karte könnt ihr im Übrigen nach eurem Aufenthalt an jedem Automaten zurückgeben. Dort bekommt ihr dann auch den Pfand und das verbliebene Extra-Guthaben (nicht die Kosten der Travelcard, die sind futsch) zurück. Von Heathrow fährt im Übrigen die Piccadilly Line direkt durch in Londons Zentrum.  Wenn ihr mehr Informationen zur OysterCard, den Öffentlichen oder den verschiedenen Tickets und Karten von London (Tube Stations, Buspläne, etc.) braucht, lege ich euch die Webseite der TfL ans Herz. Dort findet ihr wirklich alles was wissenswert ist.

Nach gut einer Stunde in der Tube, übrigens benötigt ein Taxi ungefähr genauso lange und ist um ein Vielfaches teurer, endlich im Hotel angekommen. Schnell einchecken, Klamotten wechseln und dann nichts wie los ins Abendteuer. Am ersten Tag stand nur leichtes Programm auf dem Plan, ein gemütlicher Spaziergang mit Start an der Leadenhall Market, rüber zu St. Pauls Cathedral, auf der Millenium Bridge den Ausblick auf die Stadt genießen und noch ein kleiner Abstecher ins Tate Modern.

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Der Leadenhall Market ist eine, sagen wir mal überdachte Einkaufsstraße oder -passage mit wunderschönen kleinen Geschäften und gemütlichen Restaurants. Die Architektur ist es definitiv wert bestaunt zu werden und außerdem ist der Markt wirklich Instagramm tauglich.

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Auch wenn ich St. Pauls schon mehr als einmal besucht habe so zieht es mich doch immer wieder zu diesem Prachtstück von einer Kirche, pardon Kathedrale, hin. Der Anblick ist nahezu majestätisch. Wer Interesse an der Architektur im Inneren hat kann für teuer Geld eine Führung mit Kuppelaufstieg erstehen. Allerdings kann man den Innenraum auch kostenlos bei einem Gottesdienst bestaunen.

Über die Millenium Bridge ging es weiter zum Tate Modern. Einem wahnsinnig schönem (und kostenlosem) Kunst-Museum. Wer sich für Kunst interessiert sollte jede Menge Zeit einplanen, denn das Museum ist groß und die Ausstellungen wechseln teilweise regelmäßig.

TAG 2  – Tower Bridge – Tower of London – Westminster Abbey- House of Parliament – Sky Garden  – Hey’s Galeria

Den zweiten Tag startete ich mit einem typischen Touri-Tag… Über die Tower Bridge ging es zum geschichtsträchtigen Tower of London, der von der Schatzkammer bis zur Folterkammer alles schon gesehen hatte.

Im Tower kann man Stunden verbringen, zahlreiche Ausstellungen und ein Ausblick auf die Skyline von London locken zum Erkunden. Die regelmäßigen Touren der Yeoman Warders oder umgangssprachlich der Beefeater (königliche Leibwache in orginalen Tudor Uniformen) sind wirklich interessant und gespickt mit britischem Humor. Die Tour dauert gut eine Stunde und gibt Einblicke in die Geschichte des Towers. Außerdem solltet ihr den Raben einen Besuch abstatten. Die sitzen übrigens wohl behütet in ihren Käfigen und leben ein Leben wie eine Made im Speck oder eben die Raben im Tower. Warum das alles? Ganz einfach eine Legende überliefert den Untergang des britischen Empire, sollten einmal keine Raben mehr auf dem Tower leben. Zur Sicherheit werden also sieben Raben gehalten. Die haben sogar ihren eigenen „Raven-Master“ der sich nur und ausschließlich um die königlichen Raben kümmert. Vom Tower aus ging es nach einem kleinen Abstecher im angesagte Coppa (einer Art Strandbar, mit „tropischen Iglus“ in der man hervorragende über junge Mädels, die versuchen das perfekte Instagrammbild zu schießen, schmunzeln kann) ging es weiter zur Westminster Abbey.

Zu einem absolut überteuerten Preis kann man die Krönungskirche der britischen Monarchen besichtigen. Da mir der Preis einfach zu teuer war ging es gleich weiter am House of Parliament, dem eingemummelten Big Ben und dem London Eye (die Fahrt kostet 28 Pfund und dauert eine halbe Stunde) zum Sky Garden. Ein Tipp von mir. Wer London von oben sehen will, sollte sich das Geld für das London Eye oder The Shard sparen und lieber einen kostenlosen Slot für den Sky Garden buchen. Wie schon erwähnt der Eintritt ist kostenlos und die Aussicht der Wahnsinn. Nebenbei kann man einen Drink an der Bar nehmen oder den tropischen Garten im 34. Stock bewundern.

 

Wer jetzt so sehr von der Aussicht geflashed ist, der hat sich etwas Abkühlung verdient. Daher lohnt sich ein Spaziergang an der Themse mit einem kleinen Abstecher zur Hey’s Galeria und dem Hafenteil in Southwark. Dort lässt sich wunderbar flanieren und es gibt viele tolle Restaurants.

Und wie ich gerade feststelle wird der Beitrag immer länger und länger, dabei bin ich gerade mal an Tag 2.  Welche Sehenswürdigkeiten an Tag 3 bis 7 entdeckt wurden, seht ihr hier:

London – sechs Nächte, sieben Tage – Teil 2

London – sechs Nächte, sieben Tage – Teil 3

 

P.S.: Wie üblich bei mir sind die Beitrag in keiner Form gesponsert oder in irgendeiner Form beauftragt. Alles was unter „Werbung“ fällt, weil Orte oder Geschäfte genannt werden beruht auf eigener Erfahrung. Ich bezahle alle Kosten wie immer selber. Werbung ist somit weder bezahlt noch beauftragt.

 

Kesselgulasch – was lange köchelt wird einfach lecker

Am Wochenende gab es mal was Ausgefallenes, sozusagen ein kleines Küchen- oder besser gesagt Gartenhighlight. Grillen kann schließlich jeder, oder? Liebe Freunde hatten sich zum Besuch angekündigt, und in solchen Angelegenheiten scheue ich ja sowieso keine Mühen… es gab also Kesselgulasch.

Wer das Gericht noch nicht kennt, bekommt jetzt einen kleinen Überblick gratis zum Rezept dazu (der Rest überspringt den Abschnitt einfach und hüpft weiter zum Rezept). Kesselgulasch stammt ursprünglich aus Ungarn und wurde aus Mangel einer ordentlichen Unterkunft von den Viehhirten am offenen Feuer im Kessel gekocht. Ein richtiger Gulasch wird mit Rindfleisch gemacht. Doch schon an den weiteren Zutaten scheiden sich die Geister, denn grundsätzlich sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Außerdem eignet sich Kesselgulasch gerade zu ausgezeichnet für riesige Mengen. Nur der Kessel setzt die Grenzen.

Also los geht es:

Rena’s Kesselgulasch

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