Azoren – Teil I

Mein erster Beitrag – worüber ich wohl schreiben könnte… mmh gar nicht so einfach… naja eigentlich schon… Im Herzen bin ich ein Weltenbummler und außerdem lassen sich Reisen ganz hervorragend mit dem einen oder anderen Foto verbinden. Einmal im Jahr muss ich sowieso zwangsläufig den Heimathafen verlassen. Es ist sozusagen unumgänglich. Und zwar so ziemlich genau in der letzten Märzwoche ergreife ich jedes Jahr die Flucht, denn ich mag meinen Geburtstag nicht sonderlich und bin dann lieber weit weit weg. Damit habe ich drei Fliegen mit einer Klappe geschlagen und kann meinen Geburtstag in der Ferne genießen.

Dieses Jahr fiel die Wahl auf die Azoren. Und ich muss sagen es war eine gute Wahl. Die Azoren haben neben einer fantastischen Landschaft so Vieles zu bieten und das Wichtigste sie sind nicht vollkommen überrannt von Touristen. Passte also alles perfekt in mein Beuteschema. Da die Zeit für Inselhopping mit nur einer Woche etwas knapp bemessen war, habe ich mir für die Hauptinsel Sao Miguel entschieden. Die Insel ist die größter der Inselgruppe mitten im Pazifik und gehört zu Portugal. Das heißt jedoch noch lange nicht das Sao Miguel deswegen besonders groß sein muss. Gerade einmal 63 km ist die Insel lang und mit 744,6 km² nun wirklich nicht die Größte. Dafür trifft hier der Spruch „Klein aber fein“ vollkommen zu. Ihr habt sicherlich schon einmal vom „Azorenhoch“ gehört, was uns hier in Europa regelmäßig angenehmes Klima verschafft. Als ich die Insel Anfang der letzten Märzwoche betrat zeigte das Thermometer angenehme 20 Grad und diese Temperatur hielt die gesamte Woche in Etwa an. Optimales Wetter zum Wandern also.

Unerlässlich wenn man die Insel auf eigene Faust erkunden will ist ein Auto. Die Insel ist zwar nicht sehr groß, wenn man flexibel sein möchte kommt man um ein Auto jedoch nicht herum. Außerdem (jedenfalls in der Nebensaison, andere Jahreszeiten kann ich schlecht beurteilen) ist das Autofahren auf Sao Miguel extrem tiefenentspannt (ähnlich wie in Deutschland an einem Sonntag morgen um 6 Uhr). Ich entschied mich für die Autovermietung Ilja Verde. Absolut unproblematischer Ablauf, nette Mitarbeiter und relativ kostengünstig. Das Auto wählte ich bewusst aus der Kategorie „Renault Twingo oder ähnlich“ aus. Die Straßen auf den Azoren sind zwar gut ausgebaut, aber nicht in jedem Fall ausreichend breit. Mit einem kleinen Auto ist auch der kleinste Parkplatz kein Problem. Das einzige „Problem“, diese Fahrzeuge sind etwas übertrieben schlecht mit notwendigen PS ausgestattet. Okay vielleicht liegt es daran das ich schlichtwegs viele PS zu Hause zur Verfügung habe. Aber sagen wir einfach der dritte Gang war mein bester Freund. Über den vierten kam ich selten hinaus. Eine Motorbremsung war so gut wie nicht vorhanden. Aber hey es gibt Schlimmeres. Solltet ihr also mit einem solchen „Handicap“ nicht kurzfristig leben können, wählt eine Autokategorie mit mehr PS aus. 🙂

Mein Lager schlug ich in Furnas, einem kleinen Ort in der Gemeinde Povoação, auf. Furnas ist vor allem für seine heißen Quellen (logischer Weise vulkanischem Ursprungs), den fantastischen botanischen Park (Terra Nostra Garden) und sein leckeres Brot „bolos levedos“ – eine süßliche Brotart ungefähr von der Größe eines englischen Muffins- bekannt.  Praktischer Weise lag mein Hotel genau innerhalb des Terra Nostra Gardens. Für Hotelgäste ist der Eintritt in den Park mit seinen heißen Quellen nämlich kostenlos und rund um die Uhr geöffnet. Das riesige kreisrunde Thermalbecken des Parks ist gefüllt mit rostbraunem Wasser, was am hohen Eisengehalt liegt und unheimlich gut (Achtung spätestens jetzt merkt man das ich die 30ig schon hinter mir gelassen habe) für die Gelenke ist. Genau das Richtige nach einer anstrengenden Wanderung. Neben den drei Thermalbecken gibt es unzählige verwundene Pfade und Winkel des Parks zu erkunden. Auf Grund des besondern Klimas der Azoren ist die Pflanzenwelt besonders üppig. Um ehrlich zu sein, habe ich die ganze Zeit darauf gewartet das zwischen den Riesenfarnen ein Dinosaurier hervor stapft.

 

 

 

Hier geht’s weiter Azoren – Teil II

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3 Kommentare zu „Azoren – Teil I“

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