Sport ist Mord – Teil II

Seid ihr auch schon so gespannt wie ich? Halte ich es durch den Sport weiterhin in meinen Alltag zu integrieren?

Die ersten fünf Tage meines selbst auferlegten Versuches liegen hinter mir. Wie es mir in den ersten vier Tagen ergangen ist lest ihr hier –> Sport ist Mord – der Selbstversuch

Mittwoch – Tag 5:

Mir geht es ausgesprochen gut. Während ich ansonsten in regelmäßigen Abständen immer mal leichte Rückenprobleme hatte, wenn ich mal wieder besonders lang auf meinem Bürostuhl saß, merke ich aktuell überhaupt nichts mehr. Naja überhaupt nichts ist vielleicht schon ein bisschen übertrieben. Ich merke wie sich mein Gang verändert. Plötzlich halte ich freiwillig meinen Rücken grade und strecke meine Brust. Hoppla was ist denn hier los? Nach einem relativ langen Arbeitstag komme ich nach Hause. Ich gehe ins Schlafzimmer und schmeiße erst mal die Büroklamotten in die Ecke, bequeme Sachen an… Der nächste Gang führt mich ins Wohnzimmer… vorbei an dem leise rufenden Sofa. Kurz kommt der Impuls hoch mich einfach in die gemütlichen Kissen sinken zu lassen und bei dem verregneten Wetter die Wolldecke bis zur Nasenspitze zu ziehen. Und wie ich da so halb unentschlossen stehe, erscheint vor meinem geistigen Auge der geknebelte und gefesselte Schweinehund, der hoffnungsvoll den Kopf hebt und mich mit hämischem Blick beäugt. Trotzig straffe ich die Schultern und laufe an dem Sofa vorbei, schnappe mir Handy und Yogamatte und breite mich auf dem Fußboden aus. Schnell noch nach einer geeigneten Playlist auf Amazon gesucht. Zügig entscheide ich mich für „Indie zum Joggen“ dann geht es los… Ausfallschritte bis die Oberschenkel brennen. (+3 Minuten) Als Nächstes geht’s in die Liegestütz (immer noch nicht die am Boden) und auch hier habe ich mich scheinbar gesteigert. Ich schaffe zwei mal 15 Stück (zugegeben mit einer kurzen Unterbrechung). Dabei komme ich nicht umhin mich gut zu fühlen… seltsam warum hab ich mich eigentlich immer so gegen Bewegung gesperrt? Ich schreibe auf meiner imaginären Liste weitere 2 Minuten gut. Die Beine können noch etwas mehr vertragen, beschließe ich. ich lege mich auf die Seite und konzentriere mich auf die Adduktoren und Abduktoren. Die scheinen nicht komplett unterentwickelt zu sein… ich schaffe sagenhafte 8 Minuten. Um meine Mitte weiterhin zu stärken geht es in die Plank. Diesmal schaffe ich es die Spannung für ganze 97 Sekunden zu halten. Das liegt jedoch weniger an den Bauchmuskeln, die hätten wohl noch weiter durchgehalten, sondern viel mehr an meinen unterentwickelten Armmuskeln. Stolz bin ich trotzdem. Gummiarmen sei dank, sind meine Bauchmuskeln also noch mehr oder weniger tiefenentspannt… und damit es nicht langweilig wird und ich immer nur die selben Übungen machen muss, beschließe ich heute die unteren Bauchmuskeln mit dem Anheben der Beine zu fordern. Gute zwei Minuten halte ich das Ganze aus bevor meine Muskeln den Dienst versagen. Nicht gut… aber Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut. Zum „Cool down“ geht es auf meine Black Roll, noch so ein Artefakt was ich mir mal vor vielen Monden zugelegt hatte und das dann nur noch in der Ecke stand und Staub angesetzt hat. Ich rolle meinen Rücken aus und höre es diverse Male laut knacken… mmh jetzt scheint wohl irgendwas wieder an die richtige Stelle gerutscht zu sein. Gut so…

Das Ausrollen zähle ich mal nicht zur Bewegung dazu, also beende ich den heutigen Tag mit 16 Minuten Training.

Damit liege ich für diese Woche bei 179 Minuten und damit schon mal mit 29 Minuten über meinem selbst gesetzten Ziel.

Hier geht’s weiter zum dritten Teil: Sport ist Mord – Teil III

Werbeanzeigen

3 Kommentare zu „Sport ist Mord – Teil II“

Kommentare sind geschlossen.