Sport ist Mord – Teil III

Donnerstag – Tag 6

Etwas äußerst Seltsames ist geschehen. Als ich so die Hose am frühen Morgen schloss, fühlte es sich durchaus, wie soll ich es denn ausdrücken, locker an… Also griff ich zum Gürtel, um anschließend ernsthaft nach der versteckten Kamera zu suchen. Kann denn das wirklich sein. Nach noch nicht mal einer Woche Sport??? Der Gürtel der sonst immer so in der Mitte der Gürtellöcher geschlossen wurde, wollte da so überhaupt nicht mehr hinpassen, sondern IN DAS ALLERLETZTE GÜRTELLOCH!!! Was ist hier los? Immer noch nach der Kamera suchend sprang ich auf die Waage. Mmh hier hatte sich nichts getan… Zurück im Schlafzimmer durchwühlte ich den Schrank nach diesem einen Kleid. Ich denke ein solches Kleidungsstück hat jede Frau. Eigentlich passt man nicht mehr rein, aber wegwerfen? Frau könnte ja irgendwann vielleicht und eventuell wieder rein passen. Ja, auch ich habe (leider) nicht nur ein solches Kleidungsstück. Aber ich schweife ab. Zurück zu dem besagten Kleid, in der hintersten Ecke, auf dem aller letzten Bügel wurde ich fündig. Jeans wieder aus, und ab in das Kleid. Nicht nur das ich es problemlos über meinen Hintern bekommen habe, der Reisverschluss ging auch noch zu.  Es saß zwar nicht optimal, aber hey, das „Scheißteil“ ging jahrelang nicht mal zu. Spätestens nach diesem positiven Erlebnis wuchs meine Motivation, am Ball zu bleiben, ins Unermessliche an. Den gesamten Tag musste ich grinsen, war extrem gut drauf und fühlte mich einfach nur noch wohl in meiner Haut. Nach der Arbeit hüpfte ich förmlich ins Schlafzimmer um mich umzuziehen. Sportklamotten an und dann ging ich auf die Suche nach meinen Joggingschuhen. Gefühlte 5 Jahre (tatsächlich rund 2 Jahre) liegen zwischen dem heutigen Tag und dem letzten Joggingversuch. Aber ich war gut drauf… also schnell noch Musik in die Ohren und los ging es. Es lief erstaunlich gut. Ich war nicht sonderlich schnell, aber ich wollte joggen und nicht sprinten. Aus der Kalten heraus legte ich eine dreiviertel Stunde (um genau zu sein 44 Minuten und 37 Sekunden) aufs Parkett (6,3 km).  Juppie… so langsam scheint mein Körper aufzuwachen. Wieder zurück zu Hause ging es nur noch in die Dusche und anschließend auf das nun wohlverdiente Sofa. Fühlt sich gut an, sich selbst was Gutes zu tun.

 

Wochensumme bis dato: 223 Minuten (+73 Minuten über Wochenziel).

Fazit bis dato: Ich habe nicht damit gerechnet, das ich den Sport so gut in meinen Alltag integrieren kann (die Extrastunde vor dem Fernseher, die mir dabei verloren geht, vermisse ich nicht wirklich). Ich habe nicht damit gerechnet, das mein Körper, nach nur so geringer Zeit, die Bewegung so vehement einfordern würde. Aus heutiger Sicht verstehe ich nicht warum ich mich so sehr und so lange vor dem Sport gedrückt habe. Ich weiß nicht wie lange dieses „Hoch“ anhalten wird, aber so lange es dauert wird es ausgenutzt. Und mir tut es unheimlich gut, täglich zu berichten. Und sei es nur für mich alleine.

Für den Fall dass ihr wissen wollt wie es mir bisher mit meinem Selbstversuch ergangen ist geht es hier lang…

Sport ist Mord – der Selbstversuch

Sport ist Mord – Teil II

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3 Kommentare zu „Sport ist Mord – Teil III“

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