Feuriger Kartoffelsalat

Klar old school ist schon irgendwie in, aber ich wäre ja nicht ich wenn ich es nicht wieder anders machen würde. Wie sich sicherlich schon aus der Überschrift ableiten lässt, dieser Kartoffelsalat kommt ganz ohne Mayo aus. Also los geht’s:

Zutaten (ca. 6 Personen) 

  • 500 gr. Kartoffeln (vorwiegend festkochend)
  • 200 gr. scharfe Chorizo
  • 1 Gemüseziebel
  • 1 Paprikaschote
  • 1/4 Gurke
  • 100 gr Kirschtomaten
  • rotes Pesto (am besten schön scharf)
  • 1 Chillischote
  • Salz, Pfeffer, Paprikapulver scharf

 

Zubereitung:

Pellkartoffeln zubereiten (Kartoffel inkl. Schale und Salz in kochendes Wasser und abwarten bis diese gar sind –> am besten geht das mit relativ kleinen Kartoffeln und einer kurzen Gabelprobe).

In der Zwischenzeit Paprika, Gurke und Kirschtomaten in mundgerechte Stücke schneiden.

Die Chorizo der Länge nach halbieren und anschließend in Scheiben schneiden. Chillischote und Zwiebel in Streifen schneiden und gemeinsam mit der Chorizo in der Pfanne anbraten. Hier darf es ruhig ein bisschen knusprig werden, Die Röstaromen geben einen tollen Geschmack. Das Pesto zu der Chorizo geben.

Pellkartoffeln schälen und in Scheiben schneiden (die dürfen ruhig ein wenig dicker ausfallen, dann habt ihr anschließend keinen Kartoffelbrei 😉 Die warmen Zutaten abkühlen lassen.

Wenn die warmen Zutaten auf Zimmertemperatur sind, alle Zutaten wild vermischen, mit Salz, Pfeffer und Paprikapulver abschmecken und schmecken lassen.

 

P.S.: Wie jeder Kartoffelsalat schmeckt auch dieser gut durchgezogen am besten.

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36 Grad und es wird noch heißer…

Der Song von 2Raumwohnung (hey hier das obligatorische Warnschild –> Achtung Werbung da Markennennung… wie immer bei mir unbezahlt) trifft den Nagel ziemlich genau auf den Kopf. Wir haben den Sommer schlecht hin… seit April mehr oder weniger durchgängig tolles Wetter, viel Sonnenschein, wenig Regen und alles was zu einem solchen Sommer eben dazu gehört. Die Freibäder machen Sonderschichten, die Eisverkäufer müssen das verdiente Geld langsam aber sicher mit der Schubkarre zur Bank schaffen (1,50 EUR für eine Kugel Eis ist ja auch fast günstig), die Ventilatoren- und Klimaanlagenindustrie boomt, und auch die Kleiderindustrie muss ernsthaft darüber nach denken die Herbst-/Winterkollektion erst kurz vor knapp in die Läden zu bringen.

Denke ich an die vergangenen, sagen wir mal sieben, Sommer zurück war der Grundtenor noch „Wann wird’s mal wieder richtig Sommer?“ (hey das klappt heute mit den Liedtexten, also Achtung, Achtung Werbung!) Sommer die teilweise kühler waren als die Weihnachtstage. Sommer die durch und durch verregnet waren. Und jetzt wo er, der lang herbeigesehnte Sommer, da ist hört man es an allen Straßenecken schnaufen und jammern. „So eine Affenhitze!“ „Nicht auszuhalten, diese Temperaturen!“ und ähnliche Sätze sind an der Tagesordnung. Da fragt sich mein Zynikerherz doch so gleich „Ja was wollt ihr denn?“ Zu kühl ist Mist, Regen ist Mist, sommerliche Temperaturen scheinen aber auch Mist zu sein.

Ich gebe ja zu, das ich bei Temperaturen jenseits der 30 Gradmarke auch nicht sooooooo gerne im Büro hocke und arbeite. Da die Brötchen aber nunmal verdient werden müssen, muss man da wohl oder übel durch. Also einmal von der Tatsache abgesehen, dass die meisten unter uns, im Büro, auf der Baustelle oder wo auch immer sich ihr Arbeitsplatz befindet, den Großteil des Sommers verpasst, hält uns doch niemand davon ab nach der Arbeit die Wärme zu genießen. Italienisches Eis kann geschleckt, Biergärten gemeinsam mit Freunden und Bekannten unsicher gemacht, die Decke im Park ausgebreitet, der Grill angeschmissen, die Sonnenliegen ausgeklappt, der Strände besiedelt, die Füße in den warmen Sand gesteckt, die Sommernächte durchgetanzt, das lockere Herumschäkern genossen und ein kühler Cocktail getrunken werden.

All das funktioniert in einem richtigen Sommer doch so viel besser als bei Regenwetter und unterkühlten Temperaturen. Ich weiß nicht wie es euch so geht, aber der Sommer hat eine stimmungshebende Wirkung auf mich. Da fällt es mir leicht nicht bei jedem Mist aus der Hose zu springen und auch mal Dinge, die nicht ganz geradeaus laufen, mit Humor zu nehmen (wie z. B.  mein dezent verzögertes Bauvorhaben 😛 ).

Also lehnt euch auf eurer Strandliege zurück und genießt ihn, DEN Sommer! Durchgeschwitzt und vielleicht nur im Schatten, aber genießt ihn! Schnell genug kommt die trübe Jahreszeit und treibt uns in unsere Wohnungen und Häuser zurück. Geht raus. Legt euch auf eine, vielleicht nicht mehr ganz grüne, Wiese und beobachtet andere Leute. Schleckt ein Eis und macht den Eisverkäufer reich. Egal wie, aber genießt den Sommer!

Sommerliche Grüße vom heimatlichen Balkon.

Eure Rena

Warum kleine blaue Hölzchen die Bauherrin glücklich macht

Die Sache mit dem Hausbau lief im Vorlauf ja nicht unbedingt rund. Und eigentlich, ganz eigentlich sollte es ja auch schon so gegen den 18.07. los gehen… Ich tigere also jeden Nachmittag nach der Arbeit ganz brav hoch ans Grundstück und jeden Tag ergab sich das selbe traurige Bild.

Verdörrtes Gras und Wildblumen, Brachland, halt nichts Neues. Zwischendurch gab es dann mal einen kurzen Lichtblick. Der Stromkasten wurde gesetzt. Yeah… das war es dann auch schon wieder.

Rein routinemäßig fuhr ich also gestern wie jeden Tag zum Grundstück hoch, von Weitem keine Veränderung, Ich wendete also wie jeden Tag mein Auto oben an der großen Scheune und wäre beinahe einfach weitergefahren. doch da entdeckte ich SIE die kleinen blauen Holzpflöcke. Kurz um wurde das Auto dann doch angehalten, sogar der Motor abgestellt und dieser historische Moment fotodokumentarisch festgehalten.

Ich bin jetzt stolze Besitzerin einer grob abgesteckten Baugrube. Laut Aussage unseres Tiefbauers müsste es jetzt praktisch täglich los gehen. Also Daumen drücken und abwarten, was die nächsten Tage so bringen.

Ihr werdet es mit als Erste erfahren 😀

Hitzige Grüße aus der Dachgeschosswohnung

Eure Rena

I’m ready to start… Start with what?

Zunächst einmal das offensichtlich Wichtigste überhaupt.

„Dieser Artikel enthält Werbung, da auf dem Titelbild das Logo und damit die Marke meines Hausbauers zu sehen ist. Dieser Beitrag ist nicht gesponsert ich bezahle alles in eigener Regie und ohne Kooperation!“

Und nun zum eigentlichen Thema… Für was ist Sie denn jetzt nun Bereit. Was soll begonnen werden???

Tja das ist eine gute Frage… Ich baue ein Haus… also zur Zeit nur in der Theorie.

Das mit dem Haus bauen ist sowieso eine Sache für sich. Also Zuerst sucht man, und während man sucht, wartet man logischer Weise auch irgendwie. Man sucht nach einem Grundstück, einem geeigneten Bauunternehmen. Man kommt ins Grübeln, ist ein Neubau wirklich das Richtige für Einen? Vielleicht doch lieber ein Bestandshaus? Man schaut sich diverse Bestandshäuser an, stellt fest, das doch nicht das Richtige dabei ist. Oder eben vollkommen überteuert ist.

Letztes Jahr im Juni, sprang mich dann DAS Grundstück an, im Randgebiet meiner Stadt, wunderbar abseits auf einem Hügel gelegen, gleich bei einem Feldweg, in einer verkehrsberuhigten Zone. Das Grundstück hatte es mir sofort angetan, nicht wie die gefühlten 700 Vorgänger. Also wurde der Makler kontaktiert. Der Preis klang gut. Es folgte wieder eine dieser „Soll-ich-oder-soll-ich-nicht“-Phasen. Schlussendlich wurde das Grundstück gekauft. Was dann folgte war, wie ihr sicherlich schon selbst erraten habt, eine Folge von vielen vielen vielen Tagen und Wochen bis alles unter Dach und Fach war.

Die Finanzierung wurde geprüft, der Hausbauer festgelegt, der Grundstückskaufvertrag unterschrieben, die Hausplanung gestartet, der Grundstückskaufpreis entrichtet und damit die Eigentumsübertragung abgehakt. Sowas dauert… und dabei rede ich nicht von zwei drei Tagen… nein… nein… stellt euch lieber auf MONATE ein.

Im November letzten Jahres war es dann soweit, ich durfte das Haus bemustern… und wer jetzt denkt, dass danach gleich mit dem Bau begonnen werden kann, wird jetzt leider enttäuscht. Nach der Bemusterung wird der Bauantrag fertig gestellt, der kommt dann in dreifacher Ausfertigung zum Bauamt, und dann wartet man… einen Monat, bis einem mitgeteilt wird, das irgendwas fehlt. Und noch einen Weiteren um einen dicken fetten Schlag in die Magengrube zu erhalten.

Antrag abgelehnt??? Warum? Wenn man dann denkt, man kann mit den Behörden verhandeln, ist aber sowas von schief gewickelt. Man kämpft… man kämpft einen Monat und man kämpft einen zweiten Monat. Man versucht zu eruieren was der tatsächliche Grund für die Ablehnung ist. Man stellt fest das man keine konkrete Aussage heraus gekitzelt bekommt. Die Höhe… Sagen wir mal so… mein Traumhaus hatte eine Gesamthöhe von 8,13 m. Eine wunderschöne kleine Stadtvilla mit einem hübschen kleinen Walmdach… abgelehnt, weil zwei Vollgeschosse zu hoch seien. Okay gut… dann halt ein Flachdach, dadurch würde man ca. 2,10 m gewinnen. Nein. sind ja trotzdem noch zwei volle Geschosse… ja aber doch schon mal 1,90 niedriger als das Nachbarhaus oder nicht? Nein, da müssen Sie schon ein Geschoss mindestens bis zur Hälfte einbuddeln… Ja hallo, wer bin ich denn? Ein Maulwurf? Wenn also alle vernünftigen Argumente dieser Welt zu keinem Erfolg führen, was macht man dann? Genau… man fängt wieder von vorne an mit der Hausplanung. Und das bei schon bestehender Kreditsumme, Nachfinanzierung kommt mir nicht in die Tüte. PUNKT.

Tja wenn man dann fertig ist mit der Umplanung, stellt man fest, man bekommt jetzt ein Haus, nur ist das Haus nicht mehr DAS Haus was man sich vorgestellt hat. Aber Bürokratie sei dank, kann man schon mal ein Schweinegeld für ein Haus aufnehmen was nicht mehr seinen Wunschvorstellungen entspricht. Was soll der Geiz, da kann man schon mal flexibel sein, oder wie mir eine Dame vom Bauamt riet: „Ihr Haus ist ein schönes Haus, nur wird es leider nicht auf ihrem Grundstück gebaut werden, suchen Sie sich doch ein anderes Grundstück aus…“  Ja aber selbstverständlich, super Idee…

Man findet einen Kompromiss, sagt sich immer wieder, ach das Haus wird doch gar nicht so schlimm sein, es gibt Millionen von Menschen die in Anderthalbgeschossern wohnen… Das kann doch nicht so dramatisch werden…

Irgendwann kommt man dann an den Punkt, wo es einem fast schon egal ist, was da auf seinem Grundstück stehen wird. Was soll es HAUPTSACHE irgendein Haus. Vier Wände, ein Dach… schraub gefälligst deine Ansprüche runter…. schluck es einfach runter, komm damit klar… Diesen Punkt habe ich vor ca. zwei Monaten erreicht.

Der Bauantrag ist nun auch genehmigt (im übrigen ist mein Haus jetzt zwar ein Anderthalbgeschosser, aber nur knappe 40 cm HÖHER also mein erster Hausentwurf, aber die Genehmigung ist durch, Bürokratie im Quadrat!) und ich warte mit der Schreckschusspistole im Anschlag, darauf den Startschuss geben zu können.

Wenn die Bauphase genauso schrecklich wird wie die Planungsphase werde ich wohl nach dem Bau grau sein, und damit meine ich mausgrau… nicht nur ein bisschen grau (aktuell fangen meine Schläfen an ziiiiiiiiiiiemlich grau zu werden… Wir werden sehen. Da ich ja von Natur aus immer erstmal vom „Worst-case-Szenario“ ausgehe (und leider was den Bau angeht bis jetzt immer richtig lag mit meinen Prognosen), gehe ich nicht davon aus das alles glatt gehen wird. Aber ich lasse mich natürlich freiwillig eines Besseren belehren und hätte zur Abwechslung wirklich, wirklich gerne mal Unrecht….

Bitte, bitte lass mich Unrecht haben…

Die Worte einer Bauherrin, die den Nervenzusammenbruch schon dreimal hinter sich hatte, bevor auch nur eine Schaufel Erde bewegt wurde. Oder in anderen Worten

„Rena’s Welt steht Kopf!!!“

Rote Bete mit Wildsalat und Ziegenkäsetalern

Rote Bete, entweder man hasst oder man liebt sie. Bis vor rund einem guten Jahr konnte man mich mit Knolle jagen. Aber irgendwann lag Sie versehentlich (ich hatte vergessen meine Kiste entsprechend anzupassen) in meiner wöchentlichen Biokiste. Lebensmittel weg zu schmeißen kommt für mich nicht in die Tüte, also hab ich mich auf die Suche nach annehmbaren Rezepten begeben. Eines der Rezepte wurde selbstverständlich gleich ausprobiert und ich war mittelschwer überrascht, wie gut die rote Bete eigentlich schmeckt. Seitdem gehört Sie bei uns regelmäßig auf den Speiseplan. Heute gab es die rote Knolle scharf angebraten mit Salat, Ziegenkäse und Walnüssen.

Zutaten für 2 Personen: 

  • 400 gr Wild-Blattsalat
  • 500 gr Rote Bete (für die faule Bevölkerung (wie mich) auch gerne die Vakuumverpackten Vorgekochten)
  • 200 gr Ziegenkäserolle
  • 70 gr Bacon
  • 50 gr Walnüsse (netto Gewicht, exkl. Schale)
  • 1 EL Honig
  • 1 Granatapfel
  • 4 EL Olivenöl
  • 2 EL Balsamico-Essig
  • Salz
  • Pfeffer

Zubereitung:

Salat waschen und in kleine Stücke zupfen. Granatapfel „entkernen“. Die Rote Bete in mundgerechte Stücke schneiden. Pfanne erhitzen, 1 EL Olivenöl in die Pfanne geben und die rote Bete scharf anbraten. Mit Salz und Honig würzen. Rote Bete in einer separaten Schüssel zwischenparken. Den Ziegenkäse in ca. 2 cm dicke Scheiben schneiden und mit dem Bacon umwickeln. Goldbraun anbraten.

In der Zwischenzeit den Balsamico-Essig mit dem restlichen Olivenöl, Salz und Pfeffer zu einem Salatdressing vermischen. Walnüsse grob hacken, mit dem Granatapfelkernen und dem Salat sowie dem Salatdressing vermischen. Vorsichtig die Rote Beete unterheben, ggf. mit Salz und Pfeffer abschmecken. Hübsch auf dem Teller drapieren, dabei die Ziegenkäsetaler nicht vergessen und schmecken lassen.

Viel Spaß beim Ausprobieren,

eure Rena!

Lauwarmer Spargelsalat mit Pfeffer-Erdbeeren

Wenn die Temperaturen steigen, steigt bei mir auch die Lust auf Salate. Doch wer mich kennt, weiß das ich mich nicht mit der langweiligen Variante abgebe. Ich probiere gerne aus. Das heißt sozusagen frisch aus der Versuchsküche:

Zutaten für ca. 3 Personen:

  • 1 kg grünen Spargel
  • 500 gr Erdbeeren
  • 1 EL Honig
  • 2 EL Balsamico-Essig
  • 2 EL Olivenöl
  • Salz
  • Pfeffer

Zubereitung:

Spargel waschen, die unteren Enden kappen und die Spargelstangen in mundgerechte Stücke schneiden. Olivenöl in die Pfanne geben und Pfanne erhitzen. Wenn die Pfanne ordentlich heiß ist, den Spargel goldbraun anbraten. Ofen ausschalten, Honig und Salz mit dem noch heißen Spargel vermischen.

Zwischenzeitlich die Erdbeeren putzen und vierteln. Balsamico und Pfeffer nach Geschmack über die Erdbeeren geben.

Jetzt nur noch Spargel und Erdbeeren vorsichtig untereinander heben.

Fertig & schmecken lassen!

Eure Rena

Krank sein stinkt…

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also jetzt nicht wörtlich genommen, aber seien wir doch einmal ehrlich. Fühlt man sich kränklich, ist der Tag doch eigentlich schon gelaufen, bevor er überhaupt begonnen hat, oder?

Mir geht es jedenfalls so. Ich erwachte am Dienstag mit leicht verstopfter Nase und juckendem Hals. Nachdem ich mir den halben Vormittag die Seele aus dem Leib geniest hatte und immer noch dieses unangenehme Jucken im Hals hatte, war ich der festen Überzeugung „Das kann nur eine Allergie sein!“ Eine Erkältung beginnt bei mir meistens mit Gliederschmerzen und dem Gefühl von einem LKW überrollt worden zu sein. Ich beschloss also es könne nur eine Pollenallergie sein (obwohl ich damit bis dato nichts zu tun hatte). Tja weit gefehlt. Am Mittwoch erwachte ich dann plötzlich schweißgebadet und mit Gliederschmerzen. Mein Körper fühlte sich an wie von gleich mehreren LKW’s überrollt. Also nichts mit Pollenallergie, hurra…

Wenn ich krank bin neige ich leicht zur Dramatik. Ja ich gebe es offen zu. Ich würde definitiv einen guten Mann mit Männergrippe abgeben. Ganz ehrlich, niemand leidet so schlimm wie ich, wenn ich erkältet bin. Meine Stimme nimmt dann einen sehr leidenden Ton an und ich neige dazu meinen Körper vollkommen schlaff daher kommen zu lassen (hängende nach vorn gebeugte Schultern, leicht eingeknickte Hüfte und Knie). Und viel schlimmer wird alles wenn ich Halsschmerzen bekomme… dann ist sozusagen Schluss mit lustig… genauso geschehen am heutigen Tage… ich fühle mich also folglich nicht besonders toll heute. Aber die Arbeit verlangt meine Anwesenheit, so das ich all das schlimme Leid am Abend ausleben muss. Wo ich mich mit qualvoll verzogenem Gesicht auf dem Sofa rumdrücke und in regelmäßigen Abständen undefinierbare Seufzer ablasse. Nur um nach einer gefühlten halben Stunde ins Bett zu gehen, weil nämlich der Rücken, und der Kopf und überhaupt alles weh tut und meine Nase ungefähr so rot und leuchtend ist wie die von Rudolf, dem Rentier. Tagsüber stopfe ich mich also mit irgendwelchen chemischen Substanzen ala Wick DayMed (nein keine bezahlte Werbung) zu um über den Tag zu kommen, um dann Abends das Tribut dafür bezahlen zu müssen. Ganz schön bescheuert oder? Ich bin mir übrigens durchaus bewusst, dass dieses Vorgehen nicht sonderlich intelligent ist, aber man fühlt sich irgendwie verpflichtet die Kollegen nicht hängen zu lassen. Also setzt man sich mit nicht 100% ig leistungsfähigem Kopf auf Arbeit, schnieft in sein Taschentuch und funktioniert wenigstens notdürftig. Jetzt stellt sich nur die Frage, warum man das tut? Verlangt das irgendwer? Ist es der Genesung förderlich? Beruhigt man damit sein eigenes verdrehtes Gewissen? Ich kann nur sagen, das ich mich meistens selbst über mein eigenes Verhalten ärgere. Denn ich brauche wesentlich länger für die Genesung, als würde ich mir einfach mal zwei drei Tage Ruhe gönnen und die notwendige Leistung kann ich nur unter erheblichen Anstrengungen abliefern.

Schön blöd die Rena, oder?