DIY Sitzpouf

Normalerweise finden Dinge wie Stricken, Häkeln und Nähen mehr in den kalten Jahreszeiten statt. Aber wenn eine liebe Freundin fragt ob ich ihr einen Sitzpouf machen kann, kann ich natürlich nicht nein sagen. Da ich bereits im Dezember einen Sitzpouf gestrickt habe, nutze ich jetzt praktischer Weise die Bilder des Making of von meinem Sitzpouf. Da aber die gleiche Farbe verwendet wird, gibt es jetzt nicht so viel Unterschied. 🙂

Gesagt, getan und los geht’s:

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Zunächst braucht ihr Textilgarn (mit 2,5 kg kommt ihr aus) und sehr sehr dicke Rundstricknadeln (ich habe Größe 12 verwendet, unter 10 solltet ihr jedoch nicht gehen) mit einem Seil von mindestens 1 m (besser 1,20 m). Außerdem ist es ganz gut eine Haarklammer zur Hand zu haben. Warum? Damit vermeidet man Schusselfehler beim Drehen. Dazu kommen wir aber später…

Ihr legt natürlich selber fest wie groß euer Sitzpouf werden soll, um eine angenehme Sitzgröße zu bekommen solltet ihr jedoch nicht zu wenige Maschen anschlagen. Ich habe meinen Sitzpouf mit 50 Maschen angeschlagen.

Die äußere Hülle:

  1. Alles fängt an mit einem ausreichend langen Stück Faden. Glaubt mir für 50ig Maschen braucht ihr wirklich einen riesigen Faden. Ihr schlagt die Maschen schön locker an, denn das Textilgarn ist von Natur aus etwas steifer. Habt ihr eure Maschen zusammen, strickt ihr die erste Reihe ganz normal rechts rum bis zum Ende.
  2. Anschließend wird die Arbeit gewendet, jetzt schnappt ihr euch den Haarclip und hakt ihn bei der viertletzten Masche ein.
  3. Und wieder strickt ihr nur rechte Maschen, bis ihr an den Haarclip kommt.
  4. Den Haarclip nehmt ihr jetzt ab, hebt die Masche auf die andere Nadel ohne sie zu stricken, legt den Führungsfaden vor die linke Nadel und schiebt die vorher abgenommene Masche wieder zurück auf die linke Nadel und vor den Führungsfaden.
  5. Jetzt dreht ihr die Arbeit wieder.
  6. Setzt den Clip auf die viertletzte Masche und wiederholt Schritt 2 bis 5.
  7. Im nächsten Schritt wird der Clip nicht auf die viertletzte Masche genommen sondern auf die achtletzte Masche. Alles andere bleibt gleich. Ihr wiederholt also Schritt 3 bis 5 wieder.
  8. Wiederhole Schritt 7 und 3 bis 5.
  9. Ahnt ihr schon auf welche Masche ihr nach dem nächsten Wenden den Clip setzt? Richtig diesmal ist es die 12 Masche und alles andere bleibt wie gehabt. Das wiederholt ihr wie schon vorher noch einmal.
  10. Wenn ihr alles richtig gemacht habt, habt ihr an beiden Enden des Strickstücks eine Art Treppe.
  11. Und jetzt wird’s spannend, ihr dreht die Arbeit aber legt den Clip zur Seite und strickt alle Maschen bis zur Letzten durch.
  12. Dreht die Arbeit und strickt wieder bis zur letzten Masche. Seid ihr hinten angekommen habt ihr den ersten Maschensatz geschafft.
  13. Jetzt fangt ihr wieder mit den Schritten 2 bis 12 an. Diese wiederholen sich jetzt immer und immer wieder.

Euer Strickstück wird relativ schnell bauchig werden (Ihr strickt die Maschen in der Mitte des Strickstücks wesentlich häufiger als die an den Rändern 🙂 )  das ist richtig so und muss so sein, sonst wird der Pouf nicht rund. Da der Pouf mit sehr dickem Textilgarn gestrickt wird, bekommt er sehr schnell entsprechend Gewicht. Zum Ende hin, kann das Stricken daher zur echten Tortur werden. Aber das Endergebnis lohnt sich. Haltet also durch.

Legt ihr die beiden Außenseiten (die Maschen die ihr nur selten strickt aufeinander, so wird das Strickstück zum  Ende hin einen Kreis zeigen. Strickt den Pouf ab (lasst einen ordentlich langen Faden stehen, den brauchen wir später beim Zusammenziehen des Poufs) und verbindet die beiden langen Seiten miteinander in dem ihr sie entweder fest vernäht, oder mit einer dicken Häkelnadel (dem Textilgarn angepasst) eine flache Naht häkelt.

Ihr habt es fast geschafft… Die Außenhülle eures Poufs steht schon mal. Jetzt muss nur noch den Futtersack fertig gemacht und anschließend die Füllung reingestopft werden.

Der Futtersack:

Nehmt ein ausreichend großes Stück Stoff (am besten in der Farbe des Textilgarnes), die Größe des Sackes bestimmt sich relativ leicht in dem ihr die gestrickte Außenhülle als Maß annehmt. Legt den Stoff doppelt, dann spart ihr eine Seitennaht. Denkt dabei daran das der Sack genug Höhe zum befüllen hergeben muss. Näht alle Seiten bis auf die obere Seite zu. Den vernähten Sack steckt ihr nun in die Öffnung der Außenhülle.

Die Füllung des Futtersacks könnt ihr ganz nach Belieben wählen. Ihr könnt Watte, Styroporkügelchen, Kirschkerne, Hirse, Dinkel, ect. nehmen, ganz wie ihr mögt.  Je kleiner die einzelnen Füllteilchen sind, desto enger müsst ihr die Naht an eurem Futtersack setzen.

Der Futtersack steckt nun in eurer gestrickten Außenhülle und ist bereit zum Befüllen. Nehmt euch lieber jemanden der den Sack festhält während ihr ihn befüllt, das erspart euch den einen oder anderen Nervenszusammbruch. Ist der Futtersack voll, schnappt ihr euch Nadel und Faden und vernäht die noch verbliebene Öffnung sorgsam.

Zu guter Letzt:

Ihr habt es fast geschafft, nur noch die Öffnungen der Pouf-Außenhülle verschließen und schon haltet ihr eure neue Sitzgelegenheit in euren Händen. Zu mindestens an ein einer der beiden Seiten sollte der zuvor übergelassene Faden vorhanden sein. Zieht diesen mit Wellenförmig durch die gesamte Länge der Kante und zieht anschließend fest zusammen, bis sich das Loch gänzlich schließt. Den übrigen Faden gut verknoten und durch die Mitte Richtung Futtersack schieben. Das Gleiche macht ihr auf der anderen Seite. Fertig!

 

 

 

 

 

 

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Sport ist Mord – Zusammenfassung Woche 1

 

Freitag – Tag 7

Letzten Freitag beendete ich die erste Woche meines selbst auferlegten „Mehr Sport für Rena“-Programms.

Was soll ich sagen… es lief unerwartet gut. Ich hatte förmlich einen grandiosen Lauf. Vorgenommen hatte ich mir 150 Minuten Sport pro Woche zu machen. Tatsächlich geschafft habe ich sagenhafte 339 Minuten. Ich bin immer noch sehr von mir selbst überrascht.

Da ich Donnerstags zuvor das erste Mal seit Jahren wieder laufen war, könnt ihr euch vorstellen was ich für einen Muskelkater am Freitag hatte. Ich war noch nicht mal in der Lage auf meinen Tisch im Büro zu steigen um das Fenster zu machen zu können. Gott sei dank hab ich eine liebe Kollegin, die zwar schmunzelnd aber ohne großes Aufheben das Fenster zugemacht hat. Trotzdem wollte ich mich bewegen… aber auf der anderen Seite auch nicht überbeanspruchen. Also entschloss ich mich zu einer kleinen zweistündigen Wanderung. Gefolgt von einigen Oberkörper stärkenden Übungen. Damit das Gewissen die Klappe hält sozusagen.

Ich habe nicht damit gerechnet, das ich mein Programm so vehement durchziehen würde. Eigentlich neige ich schnell wieder in alte Muster zu verfallen. Aber bis dato läuft es wirklich gut. Ich denke einfach von einer Woche zur Nächsten. Und hoffentlich ist es irgendwann einfach Routine und der Körper fordert die Bewegung einfach ein.

Wie handhabt ihr eure „Bewegungsroutine“? Habt ihr bestimmte Tage an denen ihr Sport macht. Ich freue mich über eure Kommentare.

Sonnige Grüße

Eure Rena

P.S. Euch interessieren die anderen Tage der ersten Woche, dann geht es hier lang:

Sport ist Mord – Teil I

Sport ist Mord – Teil II

Sport ist Mord – Teil III

Sport ist Mord – Teil III

Donnerstag – Tag 6

Etwas äußerst Seltsames ist geschehen. Als ich so die Hose am frühen Morgen schloss, fühlte es sich durchaus, wie soll ich es denn ausdrücken, locker an… Also griff ich zum Gürtel, um anschließend ernsthaft nach der versteckten Kamera zu suchen. Kann denn das wirklich sein. Nach noch nicht mal einer Woche Sport??? Der Gürtel der sonst immer so in der Mitte der Gürtellöcher geschlossen wurde, wollte da so überhaupt nicht mehr hinpassen, sondern IN DAS ALLERLETZTE GÜRTELLOCH!!! Was ist hier los? Immer noch nach der Kamera suchend sprang ich auf die Waage. Mmh hier hatte sich nichts getan… Zurück im Schlafzimmer durchwühlte ich den Schrank nach diesem einen Kleid. Ich denke ein solches Kleidungsstück hat jede Frau. Eigentlich passt man nicht mehr rein, aber wegwerfen? Frau könnte ja irgendwann vielleicht und eventuell wieder rein passen. Ja, auch ich habe (leider) nicht nur ein solches Kleidungsstück. Aber ich schweife ab. Zurück zu dem besagten Kleid, in der hintersten Ecke, auf dem aller letzten Bügel wurde ich fündig. Jeans wieder aus, und ab in das Kleid. Nicht nur das ich es problemlos über meinen Hintern bekommen habe, der Reisverschluss ging auch noch zu.  Es saß zwar nicht optimal, aber hey, das „Scheißteil“ ging jahrelang nicht mal zu. Spätestens nach diesem positiven Erlebnis wuchs meine Motivation, am Ball zu bleiben, ins Unermessliche an. Den gesamten Tag musste ich grinsen, war extrem gut drauf und fühlte mich einfach nur noch wohl in meiner Haut. Nach der Arbeit hüpfte ich förmlich ins Schlafzimmer um mich umzuziehen. Sportklamotten an und dann ging ich auf die Suche nach meinen Joggingschuhen. Gefühlte 5 Jahre (tatsächlich rund 2 Jahre) liegen zwischen dem heutigen Tag und dem letzten Joggingversuch. Aber ich war gut drauf… also schnell noch Musik in die Ohren und los ging es. Es lief erstaunlich gut. Ich war nicht sonderlich schnell, aber ich wollte joggen und nicht sprinten. Aus der Kalten heraus legte ich eine dreiviertel Stunde (um genau zu sein 44 Minuten und 37 Sekunden) aufs Parkett (6,3 km).  Juppie… so langsam scheint mein Körper aufzuwachen. Wieder zurück zu Hause ging es nur noch in die Dusche und anschließend auf das nun wohlverdiente Sofa. Fühlt sich gut an, sich selbst was Gutes zu tun.

 

Wochensumme bis dato: 223 Minuten (+73 Minuten über Wochenziel).

Fazit bis dato: Ich habe nicht damit gerechnet, das ich den Sport so gut in meinen Alltag integrieren kann (die Extrastunde vor dem Fernseher, die mir dabei verloren geht, vermisse ich nicht wirklich). Ich habe nicht damit gerechnet, das mein Körper, nach nur so geringer Zeit, die Bewegung so vehement einfordern würde. Aus heutiger Sicht verstehe ich nicht warum ich mich so sehr und so lange vor dem Sport gedrückt habe. Ich weiß nicht wie lange dieses „Hoch“ anhalten wird, aber so lange es dauert wird es ausgenutzt. Und mir tut es unheimlich gut, täglich zu berichten. Und sei es nur für mich alleine.

Für den Fall dass ihr wissen wollt wie es mir bisher mit meinem Selbstversuch ergangen ist geht es hier lang…

Sport ist Mord – der Selbstversuch

Sport ist Mord – Teil II

Sport ist Mord – Teil II

Seid ihr auch schon so gespannt wie ich? Halte ich es durch den Sport weiterhin in meinen Alltag zu integrieren?

Die ersten fünf Tage meines selbst auferlegten Versuches liegen hinter mir. Wie es mir in den ersten vier Tagen ergangen ist lest ihr hier –> Sport ist Mord – der Selbstversuch

Mittwoch – Tag 5:

Mir geht es ausgesprochen gut. Während ich ansonsten in regelmäßigen Abständen immer mal leichte Rückenprobleme hatte, wenn ich mal wieder besonders lang auf meinem Bürostuhl saß, merke ich aktuell überhaupt nichts mehr. Naja überhaupt nichts ist vielleicht schon ein bisschen übertrieben. Ich merke wie sich mein Gang verändert. Plötzlich halte ich freiwillig meinen Rücken grade und strecke meine Brust. Hoppla was ist denn hier los? Nach einem relativ langen Arbeitstag komme ich nach Hause. Ich gehe ins Schlafzimmer und schmeiße erst mal die Büroklamotten in die Ecke, bequeme Sachen an… Der nächste Gang führt mich ins Wohnzimmer… vorbei an dem leise rufenden Sofa. Kurz kommt der Impuls hoch mich einfach in die gemütlichen Kissen sinken zu lassen und bei dem verregneten Wetter die Wolldecke bis zur Nasenspitze zu ziehen. Und wie ich da so halb unentschlossen stehe, erscheint vor meinem geistigen Auge der geknebelte und gefesselte Schweinehund, der hoffnungsvoll den Kopf hebt und mich mit hämischem Blick beäugt. Trotzig straffe ich die Schultern und laufe an dem Sofa vorbei, schnappe mir Handy und Yogamatte und breite mich auf dem Fußboden aus. Schnell noch nach einer geeigneten Playlist auf Amazon gesucht. Zügig entscheide ich mich für „Indie zum Joggen“ dann geht es los… Ausfallschritte bis die Oberschenkel brennen. (+3 Minuten) Als Nächstes geht’s in die Liegestütz (immer noch nicht die am Boden) und auch hier habe ich mich scheinbar gesteigert. Ich schaffe zwei mal 15 Stück (zugegeben mit einer kurzen Unterbrechung). Dabei komme ich nicht umhin mich gut zu fühlen… seltsam warum hab ich mich eigentlich immer so gegen Bewegung gesperrt? Ich schreibe auf meiner imaginären Liste weitere 2 Minuten gut. Die Beine können noch etwas mehr vertragen, beschließe ich. ich lege mich auf die Seite und konzentriere mich auf die Adduktoren und Abduktoren. Die scheinen nicht komplett unterentwickelt zu sein… ich schaffe sagenhafte 8 Minuten. Um meine Mitte weiterhin zu stärken geht es in die Plank. Diesmal schaffe ich es die Spannung für ganze 97 Sekunden zu halten. Das liegt jedoch weniger an den Bauchmuskeln, die hätten wohl noch weiter durchgehalten, sondern viel mehr an meinen unterentwickelten Armmuskeln. Stolz bin ich trotzdem. Gummiarmen sei dank, sind meine Bauchmuskeln also noch mehr oder weniger tiefenentspannt… und damit es nicht langweilig wird und ich immer nur die selben Übungen machen muss, beschließe ich heute die unteren Bauchmuskeln mit dem Anheben der Beine zu fordern. Gute zwei Minuten halte ich das Ganze aus bevor meine Muskeln den Dienst versagen. Nicht gut… aber Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut. Zum „Cool down“ geht es auf meine Black Roll, noch so ein Artefakt was ich mir mal vor vielen Monden zugelegt hatte und das dann nur noch in der Ecke stand und Staub angesetzt hat. Ich rolle meinen Rücken aus und höre es diverse Male laut knacken… mmh jetzt scheint wohl irgendwas wieder an die richtige Stelle gerutscht zu sein. Gut so…

Das Ausrollen zähle ich mal nicht zur Bewegung dazu, also beende ich den heutigen Tag mit 16 Minuten Training.

Damit liege ich für diese Woche bei 179 Minuten und damit schon mal mit 29 Minuten über meinem selbst gesetzten Ziel.

Hier geht’s weiter zum dritten Teil: Sport ist Mord – Teil III

5. Fotomarathon Zwickau

Auch dieses Jahr war es Anfang Mai, genauer gesagt am 05.05. um 5 vor 5, wieder soweit. Alle Fotoverrückten aus Zwickau und Umgebung versammelten sich zum 5. Fotomarathon auf dem Hauptmarkt. Das Motto des Fotomarathon stand dieses Jahr ganz unter dem 900 jährigen Jubiläum der Stadt. Gewohnt anspruchsvoll waren die Themen des Marathons, übrigens nichts Neues. Wie immer gab es 10 verschiedene Themen zu dem es jeweils galt nur ein einziges Mal den Auslöser zu drücken. Ganz schön schwierig, wo doch Speicherplatz immer günstiger werden und SD-Karten immer mehr davon zu bieten haben. Schwierig ja aber sicherlich nicht unmöglich… Erinnert ihr euch noch daran wie es war, als man vorher nicht wusste was man sich da gerade „zusammen geknipst“ hatte? Also gut natürlich hat das Display letzten Endes sofort verraten ob man verhauen hatte oder nicht. Aber spannend blieb es trotzdem jedes Mal wenn der Auslöser gedrückt wurde. Was ich mir dabei so „zusammengeknipst“ habe möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten.

  1. Thema: „Und weil du heute Geburtstag hast, da haben wir gedacht…“DSC04362
  2. Thema: „Uns stand das Wasser bis zum Hals“DSC04363
  3. Thema: „900“DSC04364
  4. Thema: „Unsere Traditionen“DSC04365
  5. Thema: „Freie Wahl“DSC04366
  6. Thema: „Selbstportrait“DSC04367_2
  7. Thema: „Spieglein, Spieglein an der Wand“DSC04368_2
  8. Thema: „Gastronomie an unserer Mulde“DSC04369
  9. Thema: „22.02.1960 Kumpel“DSC04370
  10. Thema: „Erleuchtungszugabe“DSC04371

 

 

Sport ist Mord; der Selbstversuch

Ich habe beschlossen, mich mehr zu bewegen… einfach so. Keine besonderen Gründe… in letzter Zeit ziept es nur immer mal wieder hier und da… Das könnte jetzt einfach am langsam einsetztenden Verfall (mit meinen unglaublichen 32 Jahren) liegen. Ich habe gehört bei uns Frauen soll das wohl so langsam in diesem Alter beginnen. Oder es liegt einfach daran, das ich mir den ganzen Tag im Büro den Hintern breit sitze. Abends komme ich dann nach Hause und was passiert? Richtig… nicht mehr viel. Kennt man irgendwoher, oder?

Jetzt bin ich sicherlich keine dieser überaus sportlichen, immer perfekt gestylten und stets alles im Griff habenden Mädels. Ich arbeite viel und oft auch lange. Habe neben der Arbeit auch noch diverse andere „Nebenkriegsschauplätze“ (Freunde, Familie, Hobby, Hausbau, Haushalt, …), die Aufmerksamkeit erfordern. Eben ein ganz normales Leben. Und trotzdem muss es doch irgendwie möglich sein, den Sport mehr in den Alltag zu integrieren. Kann doch nicht so schwer sein, oder? Mit diesem Gedanken startete das ganze „Projekt“. Von teuren – und dann doch nicht genutzten – Fitnessstudio-Mitgliedschaften nahm ich nach eindeutiger und mehrmaliger Erfahrung Abstand.

Irgendwo im Netz las ich, dass ca. 150 Minuten Sport in der Woche ganz angemessen sein sollten. Puh hört sich ganz schön gigantisch für jemanden an, der ansonsten auf ungefähr 0 Minuten Sport pro Woche kommt. Verteilt man das Ganze aber einfach auf 7 Tage in der Woche hören sich 20 Minuten pro Tag doch gar nicht mehr so dramatisch an. Jetzt blieb nur noch eine Frage offen: „Was zum Geier macht mir genug Spaß um jeden Tag 20 Minuten damit zu verbringen?“

Samstag – Tag 1:

Das traurige Anfangsfazit: Ich bin vollkommen aus jeglicher Art von Übung. Keine Kondition, von Kraft gar nicht erst anzufangen.  Nach nur 15 Liegestütz (und dabei rede ich noch nicht mal von richtigen am Boden, sondern von den Erhöhten gegen die Küchenarbeitsplatte) fühlen sich meine Arme an wie Gummi. Nach 20 ordentlichen Sit-Ups stehen meine Bauchmuskeln in Flammen. Und ich halte eine Plank genau 22 Sekunden… armer vernachlässigter Körper. Ich lege um mein Gewissen ein wenig zu beruhigen noch einen Satz von leg lifts drauf (dabei schaffe ich unglaubliche 12 Stück). Den ersten Tag liege ich nach knapp 16 Minuten schweißtriefend auf meiner (dreimal – inklusive dem heutigen „Training“ – benutzten) Yogamatte.

Sonntag – Tag 2:

Schon am Morgen bevor sich mein Körper auch nur aus dem Bett bewegt hat, merke ich wie sich ein barbarischer Muskelkater entwickelt. Die Lust ist groß, einfach im Bett liegen zu bleiben. Aber tapfer wie ich bin, rolle ich mich todesmutig über die Seite aus dem Bett und lande dabei glücklicherweise auf meinen Beinen. Die hatte ich am Vortag ausgespart, also geht es ihnen entsprechend gut. Heute steht Tanzen auf dem Plan, gut das stand auch schon vorher auf der sehr kurzen Bewegungsliste. Im Tanzstudio angekommen, bin ich kaum in der Lage meinen Oberkörper gerade zu strecken und die Arme in Tanzposition zu heben. Mein Oberkörper fühlt sich an als wäre ich am Vortag den Mount Everest hochgeklettert, und das ohne die Beine zu nutzen. Doch es wird besser, mit jeder Minute in der sich meine Muskeln erwärmen, fällt es leichter. Nur Lachen ist doof. Darauf verzichte ich heute wirklich freiwillig. Und als hätten meine Tanzlehrer es gerochen, werden heute natürlich nur die schnellen  Tänze rangenommen. Wir starten mit Cha Cha Cha, gefolgt von einem für mich neuen Tanz, dem Quickstep.  Zwischendurch noch eine Salsa… Was soll der Geiz. 60 Minuten Fullspeed und draußen sind 25 Grad. Was soll ich sagen der Schweiß läuft. Aber irgendwie fühlt es sich wirklich gut an. Am Abend bin ich (warum auch immer) so gut aufgelegt das ich noch 5 Minuten Kniebeuge und Ausfallschritt draufpacke.

Wochensumme bis dato: 81 Minuten

Montag – Tag 3:

Auch an diesem Morgen merke ich noch den Muskelkater in Bauch und Brust, begleitet von einem leichten Ziehen in den Waden. Das Ziehen schreibe ich dem Cha Cha Cha zu, jedoch Nichts was sich nicht aushalten lässt. Da ich im Tango ziemlich hinterher hinke hatte ich bereits vor dem beschlossenen Selbstversuch eine Einzelstunde gebucht. Die Tanzstunde ist bei Weitem nicht so fordernd wie die Gestrige, und trotzdem bewege ich mich wieder 60 Minuten. Wieder zu Hause geht es aber nur noch aufs Sofa. Nase voll für heute.

Wochensumme bis dato: 141 Minuten

Dienstag – Tag 4:

Der Muskelkater im Bauch ist vollständig abgeklungen, der in der Brust auch. Kann ich mich heute motivieren? Von Lust ist heute wirklich nicht zu reden. Naja es nutzt ja nichts… ich schnappe mir meinen Mann und wir schieben alle Wohnzimmermöbel an die Wand. Sicherheitshalber werden noch mal die neuen Tango-, Cha Cha Cha und Quickstep-Schritte geübt. ca. 18 Minuten nerven wir unsere Nachbarn mit unserem Gehüpfe, dann verliert mein Mann die Lust. Auch gut… Ich beschließe das ich noch nicht fertig bin und rolle die wieder entdeckte Yogamatte aus. 22 echte Sit-ups später brennen die Bauchmuskeln schon wieder ordentlich, aber ich beiße die Zähne zusammen und ziehe mich noch weitere 8 mal hoch (+ 3 Minuten). Und weils so schön war lege ich noch eine Plank drauf. Was bin ich stolz als ich dieses Mal ganze 58 Sekunden halte bevor ich auf meiner Matte zusammenbreche. Ich runde gönnerhaft auf und beschließe das ich heute ganze 22 Minuten Bewegung auf meinem Konto gut schreiben kann.

Wochensumme bis dato: 163 Minuten

Ob ich es noch weiter durchhalte… mal schauen… momentan liegt mein innerer Schweinehund geknebelt im Keller und hält die Klappe. Könnte also sein, das ich weitere Tage hinzufügen kann. Hier geht’s weiter:

Sport ist Mord – Teil II

Sport ist Mord – Teil III

 

 

Dips, Dips, Dips

Kennt ihr das auch? Sommer, Sonne, Grillzeit und einfallslose Soßen und Dips aus dem Kühlregal. Echt öde… außerdem bleibt meistens ein Rest in der Flasche und blockiert monatelang euren Kühlschrank, bevor er dann doch in der Tonne landet. Damit es für die nächsten Grillabende nicht wieder Dosendips gibt, hier meine Dip-Lieblinge. Das beste daran ist, sie sind super schnell und mindestens genauso einfach selbstgemacht. Außerdem passen Sie nicht nur gut zu Gegrilltem.

Rena’s Zaziki Liebling: 

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Zutaten (ca. 6 Pers.): 

  • 500 gr grieschischer Joghurt
  • 100 gr. Schmand  oder Creme Fraiche
  • 1/2 Gurke
  • 2 – 3 Knoblauchzehen
  • 1 EL natives Olivenöl
  • 1 Stängel Minze
  • Salz, Pfeffer nach Belieben

Zubereitung: 

Gurke schälen, halbieren und mit einem kleinen Löffel entkernen. Dann die Gurke reiben, ich nehme dafür normalerweise die ganz normale Küchenreibe. Anschließend unbedingt die geriebene Gurke gut salzen und alles vermischen. Da die Gurke sehr wasserhaltig ist, könnt ihr so das überschüssige Wasser entziehen und der Zaziki (für den unwahrscheinlichen Fall das noch was über bleibt) verwässert nicht so stark. Joghurt und Schmand vermischen, Knoblauchzehen schälen und fein hacken (natürlich geht auch die Knoblauchpresse, ich hacke einfach lieber selber). Den Knoblauch und das Olivenöl zum Joghurt geben und alles gut verrühren. Minze waschen, trockentupfen und in feine Streifen schneiden. Die Minze unter den Joghurt heben. Die Gurke abgießen, ggf. noch etwas ausdrücken und zum Zaziki geben. Ich lasse das Ganze gerne eine halbe bis ganze Stunde im Kühlschrank stehen bevor ich es mit Salz und Pfeffer würze, so kann der Zaziki ziehen und die Gefahr von zuviel Salz ist nicht ganz so hoch.

Tip: Wer keine Minze mag, kann sie entweder ganz weglassen oder mit Dill ersetzten.

Zubereitungszeit: etwa 10 Minuten

 

Mango-Chilli-Butter 

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Zutaten (ca. 4 Pers.):

  • 125 gr weiche Butter
  • 1/4 Mango
  • Bio-Zitrone
  • 1 Chillischote (Schärfegrad je nach Geschmack wählen)
  • Salz
  • Pfeffer
  • Honig

Zubereitung:

Zitrone gut waschen, ca. 1/4 der Zitronenschale reiben. Chillischote waschen  zusammen mit der Mango pürieren. Weiche Butter in eine Schale geben, die Zitronenschale und das Mango-Chili-Püree gut vermischen. Mit Salz, Pfeffer und etwas Honig würzen. Kaltstellen.

Tipp: Ersetzt die Mango mit ca. 50 gr. getrockneten Tomaten, lasst die Zitrone und den Honig weg und schon habt ihr die zweite Hälfte eures Butterstücks in einen zweiten Dip verwandelt.

Zubereitungszeit: ca. 7 Minuten

 

Thunfischcreme für Faule

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Zutaten (ca. 6 Pers.):

  • 1 Dose Thunfisch im eigenen Saft
  • 250 gr. Mascarpone
  • 100 gr. Naturjoghurt
  • 1-2 TL Zitronensaft
  • 1 Zwiebel
  • Salz
  • Pfeffer
  • Paprikapulver

Zubereitung: 

Thunfisch abtropfen lassen und mit der Gabel zerkleinern. Mascarpone und Naturjoghurt zusammen mit dem Zitronensaft zum Thunfisch geben, gut verrühre. Zwiebel ganz fein hacken und unter die Thunfischcreme geben. Mit Salz, Pfeffer und Paprikapulver nach belieben Würzen.

Zubereitungszeit: ca. 10 Minuten

 

Übrigens bin ich sehr für mehr Realität im Internet… daher mal ein Bild während der Zubereitung:

 

Lasst es euch schmecken,

Eure Rena