Sport ist Mord – Teil III

Donnerstag – Tag 6

Etwas äußerst Seltsames ist geschehen. Als ich so die Hose am frühen Morgen schloss, fühlte es sich durchaus, wie soll ich es denn ausdrücken, locker an… Also griff ich zum Gürtel, um anschließend ernsthaft nach der versteckten Kamera zu suchen. Kann denn das wirklich sein. Nach noch nicht mal einer Woche Sport??? Der Gürtel der sonst immer so in der Mitte der Gürtellöcher geschlossen wurde, wollte da so überhaupt nicht mehr hinpassen, sondern IN DAS ALLERLETZTE GÜRTELLOCH!!! Was ist hier los? Immer noch nach der Kamera suchend sprang ich auf die Waage. Mmh hier hatte sich nichts getan… Zurück im Schlafzimmer durchwühlte ich den Schrank nach diesem einen Kleid. Ich denke ein solches Kleidungsstück hat jede Frau. Eigentlich passt man nicht mehr rein, aber wegwerfen? Frau könnte ja irgendwann vielleicht und eventuell wieder rein passen. Ja, auch ich habe (leider) nicht nur ein solches Kleidungsstück. Aber ich schweife ab. Zurück zu dem besagten Kleid, in der hintersten Ecke, auf dem aller letzten Bügel wurde ich fündig. Jeans wieder aus, und ab in das Kleid. Nicht nur das ich es problemlos über meinen Hintern bekommen habe, der Reisverschluss ging auch noch zu.  Es saß zwar nicht optimal, aber hey, das „Scheißteil“ ging jahrelang nicht mal zu. Spätestens nach diesem positiven Erlebnis wuchs meine Motivation, am Ball zu bleiben, ins Unermessliche an. Den gesamten Tag musste ich grinsen, war extrem gut drauf und fühlte mich einfach nur noch wohl in meiner Haut. Nach der Arbeit hüpfte ich förmlich ins Schlafzimmer um mich umzuziehen. Sportklamotten an und dann ging ich auf die Suche nach meinen Joggingschuhen. Gefühlte 5 Jahre (tatsächlich rund 2 Jahre) liegen zwischen dem heutigen Tag und dem letzten Joggingversuch. Aber ich war gut drauf… also schnell noch Musik in die Ohren und los ging es. Es lief erstaunlich gut. Ich war nicht sonderlich schnell, aber ich wollte joggen und nicht sprinten. Aus der Kalten heraus legte ich eine dreiviertel Stunde (um genau zu sein 44 Minuten und 37 Sekunden) aufs Parkett (6,3 km).  Juppie… so langsam scheint mein Körper aufzuwachen. Wieder zurück zu Hause ging es nur noch in die Dusche und anschließend auf das nun wohlverdiente Sofa. Fühlt sich gut an, sich selbst was Gutes zu tun.

 

Wochensumme bis dato: 223 Minuten (+73 Minuten über Wochenziel).

Fazit bis dato: Ich habe nicht damit gerechnet, das ich den Sport so gut in meinen Alltag integrieren kann (die Extrastunde vor dem Fernseher, die mir dabei verloren geht, vermisse ich nicht wirklich). Ich habe nicht damit gerechnet, das mein Körper, nach nur so geringer Zeit, die Bewegung so vehement einfordern würde. Aus heutiger Sicht verstehe ich nicht warum ich mich so sehr und so lange vor dem Sport gedrückt habe. Ich weiß nicht wie lange dieses „Hoch“ anhalten wird, aber so lange es dauert wird es ausgenutzt. Und mir tut es unheimlich gut, täglich zu berichten. Und sei es nur für mich alleine.

Für den Fall dass ihr wissen wollt wie es mir bisher mit meinem Selbstversuch ergangen ist geht es hier lang…

Sport ist Mord – der Selbstversuch

Sport ist Mord – Teil II

Sport ist Mord – Teil II

Seid ihr auch schon so gespannt wie ich? Halte ich es durch den Sport weiterhin in meinen Alltag zu integrieren?

Die ersten fünf Tage meines selbst auferlegten Versuches liegen hinter mir. Wie es mir in den ersten vier Tagen ergangen ist lest ihr hier –> Sport ist Mord – der Selbstversuch

Mittwoch – Tag 5:

Mir geht es ausgesprochen gut. Während ich ansonsten in regelmäßigen Abständen immer mal leichte Rückenprobleme hatte, wenn ich mal wieder besonders lang auf meinem Bürostuhl saß, merke ich aktuell überhaupt nichts mehr. Naja überhaupt nichts ist vielleicht schon ein bisschen übertrieben. Ich merke wie sich mein Gang verändert. Plötzlich halte ich freiwillig meinen Rücken grade und strecke meine Brust. Hoppla was ist denn hier los? Nach einem relativ langen Arbeitstag komme ich nach Hause. Ich gehe ins Schlafzimmer und schmeiße erst mal die Büroklamotten in die Ecke, bequeme Sachen an… Der nächste Gang führt mich ins Wohnzimmer… vorbei an dem leise rufenden Sofa. Kurz kommt der Impuls hoch mich einfach in die gemütlichen Kissen sinken zu lassen und bei dem verregneten Wetter die Wolldecke bis zur Nasenspitze zu ziehen. Und wie ich da so halb unentschlossen stehe, erscheint vor meinem geistigen Auge der geknebelte und gefesselte Schweinehund, der hoffnungsvoll den Kopf hebt und mich mit hämischem Blick beäugt. Trotzig straffe ich die Schultern und laufe an dem Sofa vorbei, schnappe mir Handy und Yogamatte und breite mich auf dem Fußboden aus. Schnell noch nach einer geeigneten Playlist auf Amazon gesucht. Zügig entscheide ich mich für „Indie zum Joggen“ dann geht es los… Ausfallschritte bis die Oberschenkel brennen. (+3 Minuten) Als Nächstes geht’s in die Liegestütz (immer noch nicht die am Boden) und auch hier habe ich mich scheinbar gesteigert. Ich schaffe zwei mal 15 Stück (zugegeben mit einer kurzen Unterbrechung). Dabei komme ich nicht umhin mich gut zu fühlen… seltsam warum hab ich mich eigentlich immer so gegen Bewegung gesperrt? Ich schreibe auf meiner imaginären Liste weitere 2 Minuten gut. Die Beine können noch etwas mehr vertragen, beschließe ich. ich lege mich auf die Seite und konzentriere mich auf die Adduktoren und Abduktoren. Die scheinen nicht komplett unterentwickelt zu sein… ich schaffe sagenhafte 8 Minuten. Um meine Mitte weiterhin zu stärken geht es in die Plank. Diesmal schaffe ich es die Spannung für ganze 97 Sekunden zu halten. Das liegt jedoch weniger an den Bauchmuskeln, die hätten wohl noch weiter durchgehalten, sondern viel mehr an meinen unterentwickelten Armmuskeln. Stolz bin ich trotzdem. Gummiarmen sei dank, sind meine Bauchmuskeln also noch mehr oder weniger tiefenentspannt… und damit es nicht langweilig wird und ich immer nur die selben Übungen machen muss, beschließe ich heute die unteren Bauchmuskeln mit dem Anheben der Beine zu fordern. Gute zwei Minuten halte ich das Ganze aus bevor meine Muskeln den Dienst versagen. Nicht gut… aber Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut. Zum „Cool down“ geht es auf meine Black Roll, noch so ein Artefakt was ich mir mal vor vielen Monden zugelegt hatte und das dann nur noch in der Ecke stand und Staub angesetzt hat. Ich rolle meinen Rücken aus und höre es diverse Male laut knacken… mmh jetzt scheint wohl irgendwas wieder an die richtige Stelle gerutscht zu sein. Gut so…

Das Ausrollen zähle ich mal nicht zur Bewegung dazu, also beende ich den heutigen Tag mit 16 Minuten Training.

Damit liege ich für diese Woche bei 179 Minuten und damit schon mal mit 29 Minuten über meinem selbst gesetzten Ziel.

Hier geht’s weiter zum dritten Teil: Sport ist Mord – Teil III

5. Fotomarathon Zwickau

Auch dieses Jahr war es Anfang Mai, genauer gesagt am 05.05. um 5 vor 5, wieder soweit. Alle Fotoverrückten aus Zwickau und Umgebung versammelten sich zum 5. Fotomarathon auf dem Hauptmarkt. Das Motto des Fotomarathon stand dieses Jahr ganz unter dem 900 jährigen Jubiläum der Stadt. Gewohnt anspruchsvoll waren die Themen des Marathons, übrigens nichts Neues. Wie immer gab es 10 verschiedene Themen zu dem es jeweils galt nur ein einziges Mal den Auslöser zu drücken. Ganz schön schwierig, wo doch Speicherplatz immer günstiger werden und SD-Karten immer mehr davon zu bieten haben. Schwierig ja aber sicherlich nicht unmöglich… Erinnert ihr euch noch daran wie es war, als man vorher nicht wusste was man sich da gerade „zusammen geknipst“ hatte? Also gut natürlich hat das Display letzten Endes sofort verraten ob man verhauen hatte oder nicht. Aber spannend blieb es trotzdem jedes Mal wenn der Auslöser gedrückt wurde. Was ich mir dabei so „zusammengeknipst“ habe möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten.

  1. Thema: „Und weil du heute Geburtstag hast, da haben wir gedacht…“DSC04362
  2. Thema: „Uns stand das Wasser bis zum Hals“DSC04363
  3. Thema: „900“DSC04364
  4. Thema: „Unsere Traditionen“DSC04365
  5. Thema: „Freie Wahl“DSC04366
  6. Thema: „Selbstportrait“
  7. Thema: „Spieglein, Spieglein an der Wand“DSC04368_2
  8. Thema: „Gastronomie an unserer Mulde“DSC04369
  9. Thema: „22.02.1960 Kumpel“DSC04370
  10. Thema: „Erleuchtungszugabe“DSC04371

 

 

Sport ist Mord; der Selbstversuch

Ich habe beschlossen, mich mehr zu bewegen… einfach so. Keine besonderen Gründe… in letzter Zeit ziept es nur immer mal wieder hier und da… Das könnte jetzt einfach am langsam einsetztenden Verfall (mit meinen unglaublichen 32 Jahren) liegen. Ich habe gehört bei uns Frauen soll das wohl so langsam in diesem Alter beginnen. Oder es liegt einfach daran, das ich mir den ganzen Tag im Büro den Hintern breit sitze. Abends komme ich dann nach Hause und was passiert? Richtig… nicht mehr viel. Kennt man irgendwoher, oder?

Jetzt bin ich sicherlich keine dieser überaus sportlichen, immer perfekt gestylten und stets alles im Griff habenden Mädels. Ich arbeite viel und oft auch lange. Habe neben der Arbeit auch noch diverse andere „Nebenkriegsschauplätze“ (Freunde, Familie, Hobby, Hausbau, Haushalt, …), die Aufmerksamkeit erfordern. Eben ein ganz normales Leben. Und trotzdem muss es doch irgendwie möglich sein, den Sport mehr in den Alltag zu integrieren. Kann doch nicht so schwer sein, oder? Mit diesem Gedanken startete das ganze „Projekt“. Von teuren – und dann doch nicht genutzten – Fitnessstudio-Mitgliedschaften nahm ich nach eindeutiger und mehrmaliger Erfahrung Abstand.

Irgendwo im Netz las ich, dass ca. 150 Minuten Sport in der Woche ganz angemessen sein sollten. Puh hört sich ganz schön gigantisch für jemanden an, der ansonsten auf ungefähr 0 Minuten Sport pro Woche kommt. Verteilt man das Ganze aber einfach auf 7 Tage in der Woche hören sich 20 Minuten pro Tag doch gar nicht mehr so dramatisch an. Jetzt blieb nur noch eine Frage offen: „Was zum Geier macht mir genug Spaß um jeden Tag 20 Minuten damit zu verbringen?“

Samstag – Tag 1:

Das traurige Anfangsfazit: Ich bin vollkommen aus jeglicher Art von Übung. Keine Kondition, von Kraft gar nicht erst anzufangen.  Nach nur 15 Liegestütz (und dabei rede ich noch nicht mal von richtigen am Boden, sondern von den Erhöhten gegen die Küchenarbeitsplatte) fühlen sich meine Arme an wie Gummi. Nach 20 ordentlichen Sit-Ups stehen meine Bauchmuskeln in Flammen. Und ich halte eine Plank genau 22 Sekunden… armer vernachlässigter Körper. Ich lege um mein Gewissen ein wenig zu beruhigen noch einen Satz von leg lifts drauf (dabei schaffe ich unglaubliche 12 Stück). Den ersten Tag liege ich nach knapp 16 Minuten schweißtriefend auf meiner (dreimal – inklusive dem heutigen „Training“ – benutzten) Yogamatte.

Sonntag – Tag 2:

Schon am Morgen bevor sich mein Körper auch nur aus dem Bett bewegt hat, merke ich wie sich ein barbarischer Muskelkater entwickelt. Die Lust ist groß, einfach im Bett liegen zu bleiben. Aber tapfer wie ich bin, rolle ich mich todesmutig über die Seite aus dem Bett und lande dabei glücklicherweise auf meinen Beinen. Die hatte ich am Vortag ausgespart, also geht es ihnen entsprechend gut. Heute steht Tanzen auf dem Plan, gut das stand auch schon vorher auf der sehr kurzen Bewegungsliste. Im Tanzstudio angekommen, bin ich kaum in der Lage meinen Oberkörper gerade zu strecken und die Arme in Tanzposition zu heben. Mein Oberkörper fühlt sich an als wäre ich am Vortag den Mount Everest hochgeklettert, und das ohne die Beine zu nutzen. Doch es wird besser, mit jeder Minute in der sich meine Muskeln erwärmen, fällt es leichter. Nur Lachen ist doof. Darauf verzichte ich heute wirklich freiwillig. Und als hätten meine Tanzlehrer es gerochen, werden heute natürlich nur die schnellen  Tänze rangenommen. Wir starten mit Cha Cha Cha, gefolgt von einem für mich neuen Tanz, dem Quickstep.  Zwischendurch noch eine Salsa… Was soll der Geiz. 60 Minuten Fullspeed und draußen sind 25 Grad. Was soll ich sagen der Schweiß läuft. Aber irgendwie fühlt es sich wirklich gut an. Am Abend bin ich (warum auch immer) so gut aufgelegt das ich noch 5 Minuten Kniebeuge und Ausfallschritt draufpacke.

Wochensumme bis dato: 81 Minuten

Montag – Tag 3:

Auch an diesem Morgen merke ich noch den Muskelkater in Bauch und Brust, begleitet von einem leichten Ziehen in den Waden. Das Ziehen schreibe ich dem Cha Cha Cha zu, jedoch Nichts was sich nicht aushalten lässt. Da ich im Tango ziemlich hinterher hinke hatte ich bereits vor dem beschlossenen Selbstversuch eine Einzelstunde gebucht. Die Tanzstunde ist bei Weitem nicht so fordernd wie die Gestrige, und trotzdem bewege ich mich wieder 60 Minuten. Wieder zu Hause geht es aber nur noch aufs Sofa. Nase voll für heute.

Wochensumme bis dato: 141 Minuten

Dienstag – Tag 4:

Der Muskelkater im Bauch ist vollständig abgeklungen, der in der Brust auch. Kann ich mich heute motivieren? Von Lust ist heute wirklich nicht zu reden. Naja es nutzt ja nichts… ich schnappe mir meinen Mann und wir schieben alle Wohnzimmermöbel an die Wand. Sicherheitshalber werden noch mal die neuen Tango-, Cha Cha Cha und Quickstep-Schritte geübt. ca. 18 Minuten nerven wir unsere Nachbarn mit unserem Gehüpfe, dann verliert mein Mann die Lust. Auch gut… Ich beschließe das ich noch nicht fertig bin und rolle die wieder entdeckte Yogamatte aus. 22 echte Sit-ups später brennen die Bauchmuskeln schon wieder ordentlich, aber ich beiße die Zähne zusammen und ziehe mich noch weitere 8 mal hoch (+ 3 Minuten). Und weils so schön war lege ich noch eine Plank drauf. Was bin ich stolz als ich dieses Mal ganze 58 Sekunden halte bevor ich auf meiner Matte zusammenbreche. Ich runde gönnerhaft auf und beschließe das ich heute ganze 22 Minuten Bewegung auf meinem Konto gut schreiben kann.

Wochensumme bis dato: 163 Minuten

Ob ich es noch weiter durchhalte… mal schauen… momentan liegt mein innerer Schweinehund geknebelt im Keller und hält die Klappe. Könnte also sein, das ich weitere Tage hinzufügen kann. Hier geht’s weiter:

Sport ist Mord – Teil II

Sport ist Mord – Teil III

 

 

Dips, Dips, Dips

Kennt ihr das auch? Sommer, Sonne, Grillzeit und einfallslose Soßen und Dips aus dem Kühlregal. Echt öde… außerdem bleibt meistens ein Rest in der Flasche und blockiert monatelang euren Kühlschrank, bevor er dann doch in der Tonne landet. Damit es für die nächsten Grillabende nicht wieder Dosendips gibt, hier meine Dip-Lieblinge. Das beste daran ist, sie sind super schnell und mindestens genauso einfach selbstgemacht. Außerdem passen Sie nicht nur gut zu Gegrilltem.

Rena’s Zaziki Liebling: 

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Zutaten (ca. 6 Pers.): 

  • 500 gr grieschischer Joghurt
  • 100 gr. Schmand  oder Creme Fraiche
  • 1/2 Gurke
  • 2 – 3 Knoblauchzehen
  • 1 EL natives Olivenöl
  • 1 Stängel Minze
  • Salz, Pfeffer nach Belieben

Zubereitung: 

Gurke schälen, halbieren und mit einem kleinen Löffel entkernen. Dann die Gurke reiben, ich nehme dafür normalerweise die ganz normale Küchenreibe. Anschließend unbedingt die geriebene Gurke gut salzen und alles vermischen. Da die Gurke sehr wasserhaltig ist, könnt ihr so das überschüssige Wasser entziehen und der Zaziki (für den unwahrscheinlichen Fall das noch was über bleibt) verwässert nicht so stark. Joghurt und Schmand vermischen, Knoblauchzehen schälen und fein hacken (natürlich geht auch die Knoblauchpresse, ich hacke einfach lieber selber). Den Knoblauch und das Olivenöl zum Joghurt geben und alles gut verrühren. Minze waschen, trockentupfen und in feine Streifen schneiden. Die Minze unter den Joghurt heben. Die Gurke abgießen, ggf. noch etwas ausdrücken und zum Zaziki geben. Ich lasse das Ganze gerne eine halbe bis ganze Stunde im Kühlschrank stehen bevor ich es mit Salz und Pfeffer würze, so kann der Zaziki ziehen und die Gefahr von zuviel Salz ist nicht ganz so hoch.

Tip: Wer keine Minze mag, kann sie entweder ganz weglassen oder mit Dill ersetzten.

Zubereitungszeit: etwa 10 Minuten

 

Mango-Chilli-Butter 

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Zutaten (ca. 4 Pers.):

  • 125 gr weiche Butter
  • 1/4 Mango
  • Bio-Zitrone
  • 1 Chillischote (Schärfegrad je nach Geschmack wählen)
  • Salz
  • Pfeffer
  • Honig

Zubereitung:

Zitrone gut waschen, ca. 1/4 der Zitronenschale reiben. Chillischote waschen  zusammen mit der Mango pürieren. Weiche Butter in eine Schale geben, die Zitronenschale und das Mango-Chili-Püree gut vermischen. Mit Salz, Pfeffer und etwas Honig würzen. Kaltstellen.

Tipp: Ersetzt die Mango mit ca. 50 gr. getrockneten Tomaten, lasst die Zitrone und den Honig weg und schon habt ihr die zweite Hälfte eures Butterstücks in einen zweiten Dip verwandelt.

Zubereitungszeit: ca. 7 Minuten

 

Thunfischcreme für Faule

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Zutaten (ca. 6 Pers.):

  • 1 Dose Thunfisch im eigenen Saft
  • 250 gr. Mascarpone
  • 100 gr. Naturjoghurt
  • 1-2 TL Zitronensaft
  • 1 Zwiebel
  • Salz
  • Pfeffer
  • Paprikapulver

Zubereitung: 

Thunfisch abtropfen lassen und mit der Gabel zerkleinern. Mascarpone und Naturjoghurt zusammen mit dem Zitronensaft zum Thunfisch geben, gut verrühre. Zwiebel ganz fein hacken und unter die Thunfischcreme geben. Mit Salz, Pfeffer und Paprikapulver nach belieben Würzen.

Zubereitungszeit: ca. 10 Minuten

 

Übrigens bin ich sehr für mehr Realität im Internet… daher mal ein Bild während der Zubereitung:

 

Lasst es euch schmecken,

Eure Rena

 

Azoren – Teil IV

Kommen wir nun zum letzten Teil meines Reiseberichts.

Der absolute Favorit meiner Reise. Die Walbeobachtung. Es war ein absolut unvergessliches Erlebnis. Entgegen meiner üblichen Gewohnheiten blieb die Kamera im Auto während ich auf dem Meer war. Ich wollte den Moment ganz und gar in mich aufsaugen und zu hundert Prozent genießen. Und es war nicht nur gut, es war atemberaubend. Aber am besten fange ich von Vorne an. Obwohl ich mich über die Azoren belesen hatte, war mir nicht richtig bewusst, das sie für Walbeobachtungen bekannt sind. Erst durch einen Freund von mir wurde ich darauf aufmerksam. Da ich auf keinen Fall auf einer Massenabfertigung landen wollte, durchstöberte ich vorab das Internet nach guten Anbietern für eine Walbeobachtung. Ich entschied mich schließlich für TERRA AZUL. Das Unternehmen bietet diverse Ausflüge an. Aber mich interessierte ja nur ein spezieller Ausflug.

Mit einem 12-Personen-Zodiac ging es hinaus aufs Meer. Ganze 40 Minuten fuhren wir. Man hörte gelegentlich mal einen Funkspruch der „Watch out“-Posten an Land. „Go left“ oder „Turn right“. So werden die Boote von TERRA AZUL übrigens zu den Walspots geleitet. Es gibt mehrere Posten an der Küste, welche mit Ferngläsern bewaffnet die Gewässer um Vila Franca do Campo beobachten. Sehen Sie etwas (und das ist nicht immer so leicht, denn größere Schwärme von Krill können oftmals für einen Wal gehalten werden), geben Sie den Booten durch in welche Richtung sie drehen sollen. Genauso war es. Unser erster Hinweis erwies sich also gleich mal als Krillwolke. Natürlich kam man nicht umhin ein wenig Enttäuschung zu verspüren. Doch nur wenige Minuten später hatten nicht nur wir die Krillwolke entdeckt, sondern auch ein riesiger Wal. Ganz plötzlich und unerwartet tauchte die Finne (die Rückenflosse) neben unserem Boot auf. Wenige Meter von uns entfernt. Der Guide erklärte uns, dass es sich bei dem Wal um einen Finnwal handelte. Der zweitgrößte Wal gleich hinter dem Blauwal. Finnwale gehören, genau wie der Blauwal, zu den Furchenwalen. Sie ernähren sich hauptsächlich durch den bereits erwähnten Krill. Dreimal konnten wir den Rücken dieses majestätischen Tieres bewundern, bevor er wieder in den Tiefen des Ozeans abtauchte. Ich wäre bereits nach dieser Sichtung vollkommen zufrieden gewesen, doch das Boot steuerte weiter weg von der Küste. Weitere 20 Minuten vergingen, als das Boot einen kräftigen Schwenker nach Links machte. Ein weiterer Wal war gesichtet worden. Nach kurzer, aber extrem schneller, Fahrt hielt das Boot an und wir trieben auf den Wellen. Der Guide mahnte uns ruhig sitzen zu bleiben und zu warten, ein Wal würde geradewegs auf uns zu steuern, aber wir sollten uns ein wenig gedulden. Damit die Tiere nicht von den Motorengeräuschen verscheucht werden, wäre es besser ein Stück entfernt zu warten. Die Minuten verstrichen und die Hälse wurden immer länger. Die kleinste Schaumkrone wurde genauestens begutachtet. Waren dort hinten etwa Luftblasen zu sehen? Was ist denn das Weiße dort drüben? Das Weiße dort drüben  stellte sich übrigens als eine Möwe heraus. Man konnte förmlich die Spannung greifen. Und dann hörten wir den Guide, der sagte wir sollen nach rechts vorne blicken, dort sei ein Schatten zu erkennen. Die Augen wurden immer größer. Und dann war er da, ein gigantischer Blauwal. Zunächst war „nur“ seine Finne zu sehen, gefolgt von seinem mächtigen Rücken. Der Wal zog langsam an uns vorbei. Es war unglaublich. Und gerade als er weit genug entfernt war um ihn kaum noch ausmachen zu können, passierte es, er tauchte mit einem Wink seiner Fluke (Schwanzflosse) ab. Spätestens da standen mir die Tränen in den Augen. Ein Erlebnis was ich niemals vergessen werde. Doch das sollte noch nicht alles sein. Als der „Watch-out“ eine Gruppe von „Common Dolphins“ entdeckte, steuerte unser Boot darauf zu. Doch soweit kamen wir nicht. Diesmal tauchte der Finnwal praktisch direkt neben unserem Boot auf und die Besatzung hatten gerade noch Zeit den Motor abzustellen. Vielleicht fünf, sechs Meter, auf meiner Seite des Bootes, kam der Rücken des Wals zum Vorschein. Diesmal war das Tier so nah am Boot das man seine Zeichnung perfekt erkennen konnte und man, wenn auch nur annähernd, einen Eindruck von der schieren Größe des Wals bekommen konnte.  Ich war einfach nur glücklich an einem solchen Erlebnis teilhaben zu dürfen. Nachdem der Wal abgetaucht war, nahmen wir wieder Kurs auf die Delfingruppe. Als wir dort ankamen, entdeckten uns auch die Delfine und kamen auf unser Boot zu, sie lieferten sich ein wildes Wettrennen mit unserem Boot und waren, nach Aussage unseres Guides, sehr springfreudig. Die beiden Kinder an Bord quietschten jedesmal vor Vergnügen, wenn ein Delfin besonders nah an unser Boot kam, und auch wir Erwachsenen kamen nicht umhin mitzuquietschen.

Auf dem Rückweg zum Hafen drehten wir noch eine Runde um die Ilhéu de Vila Franca do Campo. Sie bildet einen perfekten Kreis und ist aus dem Krater eines unterseeischen (das heißt wirklich so) Vulkans entstanden. Früher war sie einmal im Privatbesitzes wurde jedoch zwischenzeitlich zu Staatseigentum und Naturschutzgebiet erklärt. In den Sommermonaten kann man in kleinen Gruppen die Insel erkunden und um sie herum wohl auch Meeresschildkröten beobachten. Da ich, wie bereits am Anfang erwähnt, keine Kamera mitgenommen habe, konnte ich an der Insel aber doch nicht das Fotografieren sein lassen. Wenn auch nur mit meinem Handy.

 

Für mich war es wirklich die absolute Krönung eines erlebnisreichen Urlaubs. Wer die Natur genauso liebt wie ich und nicht fußfaul ist, ist auf den Azoren definitiv gut aufgehoben. Für mich steht fest, die anderen acht Inseln müssen ebenfalls erkundet werden. Vielleicht nicht gleich nächstes Jahr, aber ich komme wieder.

Ihr habt Teil I – III verpasst?

Hier findet ihr sie:

Azoren – Teil I

Azoren – Teil II

Azoren – Teil III

Azoren – Teil III

Mmh eigentlich sollten es gar nicht so viele Teile werden… zu meiner Verteidigung ich bin schwer verliebt in die Azoren. Weiter geht es also mit meinen persönlichen Highlights.

Chá Gorreana

Chá Gorreana zählt zu einer der drei einzigen Teeplantagen in Europa und ist definitiv einen Abstecher wert. Neben der Besichtigung des Produktionsbetriebes (übrigens kostenlos), könnt ihr hier bei einer Tasse Tee (ebenfalls kostenlos) den Tag  mit Blick über die Teeplantage gemütlich ausklingen lassen. Habt ihr euch noch nicht genug ausgepowert? Kein Problem, schaut euch doch die Plantage ein wenig näher an und streift über den Rundweg durch die Teefelder. Dabei bekommt ihr einen fantastischen Ausblick bis runter zur Küste geschenkt und das, ihr dürft raten, kostenlos…  Natürlich gibt es einen  kleinen Laden in dem man Tee, Marmeladen und Gebäck kaufen kann. Ich habe mir schon vor Jahren angewöhnt verschiedene Teesorten aus meinen Urlauben mit nach Hause zubringen. Wenn man dann zu Hause den Tee zubereitet, kommen gleich die Urlaubsgefühle wieder hoch. Ich kann sowohl den Orange Pekoe wie auch den Broken Leaf sehr empfehlen. Wobei ihr den Zweiten vorab probieren könnt. Beide Teesorten sind sehr milde schwarze Tees, die nicht nur pur sehr gut schmecken, sondern sich ebenfalls hervorragend zur Zubereitung von Eistee eignen.  Euch fehlt es am Rezept? Dann geht’s hier zum DIY Eistee

 

Sete Cidades & verlassenes Hotel Monte Palace

Ruft man über Google die Sehenswürdigkeiten von Sao Miguel auf, stolpert man zwangsläufig fast als Erstes über den Sete Cidades, einen vulkanischen See im Westen der Insel. Einen Ausflug kann man wunderbar mit einen Abstecher zum verlassenen Hotel Monte Palace vereinen. Aber ich muss euch warnen… in meiner gesamten Woche auf der Insel bin ich wirklich wenigen Touristen begegnet. Um so mehr war ich von der schieren Anzahl von Reisebussen mit Touristen entgeistert, die aus dem nichts auftauchten. „Hilfe, schnell weg hier!!!“ war mein erster Gedanke. Klar man hat einen famosen Blick auf den Sete Cidades, gar keine Frage. Aber dieses Monstrum von einem Hotel ist wirklich ein absoluter Dorn in meinem naturliebenden Auge. Mir ist schleierhaft wie man in eine so unglaublich tolle Landschaft einen solch hässlichen Betonklotz setzten kann. Vielleicht war ich auch deswegen nicht mehr so begeisterungsfähig für den größten See der Insel. Oder es lag am eher bewölkten Himmel der die verschiedenen Farben des Sees nicht so richtig hervorheben konnte. Der See besteht aus zwei Teilen. Der kleinere vordere Bereich scheint in einem leuchtendem Grün, während der hintere Teil in einem tollen Blau erstrahlen soll. So zu mindestens in der Theorie. Warum ich es dennoch mit in die Highlights aufnehme? Irgendwie gehört es trotzdem dazu und ein Abstecher tut bei der geringen Größe der Insel nicht wirklich weh.

 

Furnas See

Eigentlich war der Tag mit nur einem kurzen Ausflug zu den nahgelegenen Fumarolen des Furnas Sees geplant. Ihr ahnt es sicher schon, es kam anders. Aber fangen wir am besten vorne an. Der Furnas See ist der zweit größte See der Insel und liegt im Osten in Mitten eines Naturschutzgebietes. Dementsprechend beeindruckend ist die Umgebung rund um den See. Direkt am Ufer findet man neben Fumarolen und Caldeiras (Dampfquellen) auch kleinere Geysire. Da diese Erscheinungen vulkanischen Ursprungs sind liegt ein durchdringender Geruch nach Schwefel in der Luft. Außerdem findet sich hier eine wirklich interessante Möglichkeit Essen zuzubereiten. Das traditionelle  Nationalgericht „Cozido das Caldeiras“ ist eine Art Eintopf, der in den heißen Erdlöchern rund um den See eingegraben wird und dann einige Stunden in der Erde vor sich hin schmort. Schön anzusehen ist das Gericht wirklich nicht. Aber ich bin der Meinung man sollte sich im Urlaub durchaus auch mal die einheimische Küche des Landes „antun“. Wobei „antun“ nun wirklich nicht das richtige Wort dafür ist. Der Cozido besteht aus verschiedenen Fleischsorten die zusammen mit Gemüse gegart werden. Durch den Verbleib im Erdloch, sind die Lebensmittel den Schwefeldämpfen ausgesetzt, wodurch das Gericht seinen typischen Geschmack erhält. Natürlich ist der Cozido nicht ausschließlich mit Fleisch zu bekommen, auch Fisch und vegetarische Variationen finden sich auf diversen Speisekarten wieder. Eins haben alle Varianten des Gerichtes jedoch gemeinsam, sie werden in einer gigantischen Portionsgröße serviert.

Am Furnas-See gibt es sowohl die Möglichkeit den See zu umrunden wie auch diverse andere Wanderpfade einzuschlagen. Nachdem die Fumarolen ausgiebig besichtigt waren, zog es mich weiter am See entlang. Ganz unscheinbar bog plötzlich ein Wanderpfad ab. Da der Blick den Hang hoch sehr vielversprechend aussah, wurde aus dem kurzen Ausflug eine etwas ausgiebigere Wanderung. Wasser war ausreichend in meinem Rucksack. Das Gleiche galt für meine Kamera, da konnte also nichts schief gehen. Vorab die Wanderung war extrem anstrengend weil sie die gesamte Kraterwand des Sees hinauf führte und das nahezu senkrecht. Aber sie war definitiv die schönste und beeindruckendste Wanderung des gesamten Urlaubs. Vorbei an einem verlassenen und bereits sehr verfallenem villenähnlichem Gebäude, über diverse Hängebrücken und wirklich abenteuerliche Wege, wird man mit einem atemberaubenden Blick über den See belohnt. Ein vierstündiger Ausflug der jeden einzelnen Tropfen Schweiß wert ist. Nebenbei fühlt man sich wie Lara Croft (in meinem Fall mit einer dezenten Umverteilung der Partien  Brust und Hintern) auf Entdeckungsreise.

 

Nordeste – Steile Klippen und Wasserfälle in Hülle und Fülle

Der vermutlich wildeste Teil der Insel ist der Bereich um Nordeste herum. Wunderschöne Aussichten über die Steilklippen hinweg, gepaart mit wilden Wanderwegen zu versteckten Wasserfällen. Unterwegs trifft man nur äußerst selten auf andere Menschen und kann damit vollkommen die Natur genießen. Manchmal bekommt man unverhofft Gesellschaft von Katzen oder Hühnern, die einen ein Stück des Weges begleiten, aber ansonsten ist man eher für sich alleine unterwegs. Der Wasserfall liegt ziemlich weit im Wald versteckt und der Weg stellte sich an diesem Morgen als etwas unwegsam heraus. Da es am Morgen einen kurzen Schauer gab, dampfte der gesamte Wald und der Boden war durch seinen Moosbezug ziemlich glitschig. Daher wurde sicherheitshalber die Kamera lieber drei vier mal mehr verstaut als sonst üblich. Sicher ist sicher und schließlich hatte ich erst anderthalb Jahre vorher meine alte Kamera in den USA geschrottet. Das brauche ich so schnell nicht noch mal…

 

Ihr hab die Teile I und II verpasst? Macht nichts hier gehts lang:

Azoren – Teil I

Azoren – Teil II

Azoren – Teil IV