Krank sein stinkt…

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also jetzt nicht wörtlich genommen, aber seien wir doch einmal ehrlich. Fühlt man sich kränklich, ist der Tag doch eigentlich schon gelaufen, bevor er überhaupt begonnen hat, oder?

Mir geht es jedenfalls so. Ich erwachte am Dienstag mit leicht verstopfter Nase und juckendem Hals. Nachdem ich mir den halben Vormittag die Seele aus dem Leib geniest hatte und immer noch dieses unangenehme Jucken im Hals hatte, war ich der festen Überzeugung „Das kann nur eine Allergie sein!“ Eine Erkältung beginnt bei mir meistens mit Gliederschmerzen und dem Gefühl von einem LKW überrollt worden zu sein. Ich beschloss also es könne nur eine Pollenallergie sein (obwohl ich damit bis dato nichts zu tun hatte). Tja weit gefehlt. Am Mittwoch erwachte ich dann plötzlich schweißgebadet und mit Gliederschmerzen. Mein Körper fühlte sich an wie von gleich mehreren LKW’s überrollt. Also nichts mit Pollenallergie, hurra…

Wenn ich krank bin neige ich leicht zur Dramatik. Ja ich gebe es offen zu. Ich würde definitiv einen guten Mann mit Männergrippe abgeben. Ganz ehrlich, niemand leidet so schlimm wie ich, wenn ich erkältet bin. Meine Stimme nimmt dann einen sehr leidenden Ton an und ich neige dazu meinen Körper vollkommen schlaff daher kommen zu lassen (hängende nach vorn gebeugte Schultern, leicht eingeknickte Hüfte und Knie). Und viel schlimmer wird alles wenn ich Halsschmerzen bekomme… dann ist sozusagen Schluss mit lustig… genauso geschehen am heutigen Tage… ich fühle mich also folglich nicht besonders toll heute. Aber die Arbeit verlangt meine Anwesenheit, so das ich all das schlimme Leid am Abend ausleben muss. Wo ich mich mit qualvoll verzogenem Gesicht auf dem Sofa rumdrücke und in regelmäßigen Abständen undefinierbare Seufzer ablasse. Nur um nach einer gefühlten halben Stunde ins Bett zu gehen, weil nämlich der Rücken, und der Kopf und überhaupt alles weh tut und meine Nase ungefähr so rot und leuchtend ist wie die von Rudolf, dem Rentier. Tagsüber stopfe ich mich also mit irgendwelchen chemischen Substanzen ala Wick DayMed (nein keine bezahlte Werbung) zu um über den Tag zu kommen, um dann Abends das Tribut dafür bezahlen zu müssen. Ganz schön bescheuert oder? Ich bin mir übrigens durchaus bewusst, dass dieses Vorgehen nicht sonderlich intelligent ist, aber man fühlt sich irgendwie verpflichtet die Kollegen nicht hängen zu lassen. Also setzt man sich mit nicht 100% ig leistungsfähigem Kopf auf Arbeit, schnieft in sein Taschentuch und funktioniert wenigstens notdürftig. Jetzt stellt sich nur die Frage, warum man das tut? Verlangt das irgendwer? Ist es der Genesung förderlich? Beruhigt man damit sein eigenes verdrehtes Gewissen? Ich kann nur sagen, das ich mich meistens selbst über mein eigenes Verhalten ärgere. Denn ich brauche wesentlich länger für die Genesung, als würde ich mir einfach mal zwei drei Tage Ruhe gönnen und die notwendige Leistung kann ich nur unter erheblichen Anstrengungen abliefern.

Schön blöd die Rena, oder?