Weihnachten und andere Katastrophen

Eigentlich mag ich Weihnachten ja echt gerne… aber irgendwie scheint es dieses Jahr so zu sein, das der Grinch in mich gefahren sein muss… Warum? Keine Ahnung! Ich bin schlicht und ergreifend genervt… Die Leute um mich rum wuseln wie die Verrückten, scheinen ein absolut perfektes Weihnachten zelebrieren zu wollen. Das dabei Instagram, Snapchat und Co mit Vorzeigebildern gefüllt werden, ist irgendwie klar… schließlich soll doch die ganze Welt sehen, wie perfekt alles zu sein scheint…

Aber seien wir doch mal ehrlich… Ich arbeite bis zum letzten Tag durch. Geschenke kaufen? Fehlanzeige… sich überhaupt mal einen Kopf über das richtige Geschenk machen? Fehlanzeige… die eilig bestellten Geschenke wunderschön einpacken… ja das bekomme ich hin… Ganz unromantisch habe ich dieses Jahr alle Geschenke bei den Geschenkempfängern angefragt… und wie sollte es anders sein, zu nachtspäter Stunde neben der Organisation des Hausbaues bei einem bekannten Onlinehändler bestellt. Sehr weihnachtlich… Das Verpacken ging ebenfalls nebenher los… gleich nachdem ich kurz nach Feierabend wie eine Verrückte in die Stadt gerast war, um Einpackutensilien bei einem ebenfalls nicht unbekannten Dekorationsunternehmen mit Außenfilialen in allen größeren oder auch kleineren Städten, kurz vor Ladenschluss  zu ergattern…

Läuft bei mir… Multitasking ist eine Eigenschaft die ich mittlerweile, und das auch noch kurz vor Weihnachten, perfektioniert habe. Super praktisch wenn du tausend Dinge gleichzeitig machen musst und dir trotzdem alles hinten runter fällt… Jüngstes Beispiel eine Kollegin von mir hat gekündigt, also hat man sich im Kollegenkreis so überlegt man könne ja ein Abschiedsgeschenk besorgen… und wenn ich „man“ schreibe meine ich „ich“. Tja doof nur das mir das vor zwei Tagen wieder einfiel das ich eben genau dieses noch nicht getan habe… Toll gemacht… Schnell noch in einen Elektronikmarkt gefahren um dort nach besagtem Geschenk zu suche… selbstverständlich gab es selbiges nicht mehr… Auf Risiko also mal wieder den schon erwähnten Onlinehändler befragt, Lieferung am nächsten Tag möglich… sehr gut… hoffentlich kommt es pünktlich an… denn selbstverständlich wie sollte es anders sein, ich hatte Inventur und damit keine Möglichkeit mal schnell noch irgendwo irgendetwas anderes zu bestellen… Äh ja… so läuft das zur Zeit bei mir…  Alles gut gegangen… Geschenk kam trotz Streik an.

Heute ist mein letzter Arbeitstag und dann ist erst mal Ruhe, bis dann am 02.Januar 2019 das große Chaos wieder beginnen kann… und als kleines Schmankerl merke ich heute früh das ich dicke Mandeln und ne zugesetzte Nase habe… Jiiepiiiiie was bin ich für eine gute Angestellte.

So jetzt habe ich aber wirklich genug den Grinch gespielt…

Unweihnachtliche Grüße

Eure Rena

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Krank sein stinkt…

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also jetzt nicht wörtlich genommen, aber seien wir doch einmal ehrlich. Fühlt man sich kränklich, ist der Tag doch eigentlich schon gelaufen, bevor er überhaupt begonnen hat, oder?

Mir geht es jedenfalls so. Ich erwachte am Dienstag mit leicht verstopfter Nase und juckendem Hals. Nachdem ich mir den halben Vormittag die Seele aus dem Leib geniest hatte und immer noch dieses unangenehme Jucken im Hals hatte, war ich der festen Überzeugung „Das kann nur eine Allergie sein!“ Eine Erkältung beginnt bei mir meistens mit Gliederschmerzen und dem Gefühl von einem LKW überrollt worden zu sein. Ich beschloss also es könne nur eine Pollenallergie sein (obwohl ich damit bis dato nichts zu tun hatte). Tja weit gefehlt. Am Mittwoch erwachte ich dann plötzlich schweißgebadet und mit Gliederschmerzen. Mein Körper fühlte sich an wie von gleich mehreren LKW’s überrollt. Also nichts mit Pollenallergie, hurra…

Wenn ich krank bin neige ich leicht zur Dramatik. Ja ich gebe es offen zu. Ich würde definitiv einen guten Mann mit Männergrippe abgeben. Ganz ehrlich, niemand leidet so schlimm wie ich, wenn ich erkältet bin. Meine Stimme nimmt dann einen sehr leidenden Ton an und ich neige dazu meinen Körper vollkommen schlaff daher kommen zu lassen (hängende nach vorn gebeugte Schultern, leicht eingeknickte Hüfte und Knie). Und viel schlimmer wird alles wenn ich Halsschmerzen bekomme… dann ist sozusagen Schluss mit lustig… genauso geschehen am heutigen Tage… ich fühle mich also folglich nicht besonders toll heute. Aber die Arbeit verlangt meine Anwesenheit, so das ich all das schlimme Leid am Abend ausleben muss. Wo ich mich mit qualvoll verzogenem Gesicht auf dem Sofa rumdrücke und in regelmäßigen Abständen undefinierbare Seufzer ablasse. Nur um nach einer gefühlten halben Stunde ins Bett zu gehen, weil nämlich der Rücken, und der Kopf und überhaupt alles weh tut und meine Nase ungefähr so rot und leuchtend ist wie die von Rudolf, dem Rentier. Tagsüber stopfe ich mich also mit irgendwelchen chemischen Substanzen ala Wick DayMed (nein keine bezahlte Werbung) zu um über den Tag zu kommen, um dann Abends das Tribut dafür bezahlen zu müssen. Ganz schön bescheuert oder? Ich bin mir übrigens durchaus bewusst, dass dieses Vorgehen nicht sonderlich intelligent ist, aber man fühlt sich irgendwie verpflichtet die Kollegen nicht hängen zu lassen. Also setzt man sich mit nicht 100% ig leistungsfähigem Kopf auf Arbeit, schnieft in sein Taschentuch und funktioniert wenigstens notdürftig. Jetzt stellt sich nur die Frage, warum man das tut? Verlangt das irgendwer? Ist es der Genesung förderlich? Beruhigt man damit sein eigenes verdrehtes Gewissen? Ich kann nur sagen, das ich mich meistens selbst über mein eigenes Verhalten ärgere. Denn ich brauche wesentlich länger für die Genesung, als würde ich mir einfach mal zwei drei Tage Ruhe gönnen und die notwendige Leistung kann ich nur unter erheblichen Anstrengungen abliefern.

Schön blöd die Rena, oder?