Rote Bete mit Wildsalat und Ziegenkäsetalern

Rote Bete, entweder man hasst oder man liebt sie. Bis vor rund einem guten Jahr konnte man mich mit Knolle jagen. Aber irgendwann lag Sie versehentlich (ich hatte vergessen meine Kiste entsprechend anzupassen) in meiner wöchentlichen Biokiste. Lebensmittel weg zu schmeißen kommt für mich nicht in die Tüte, also hab ich mich auf die Suche nach annehmbaren Rezepten begeben. Eines der Rezepte wurde selbstverständlich gleich ausprobiert und ich war mittelschwer überrascht, wie gut die rote Bete eigentlich schmeckt. Seitdem gehört Sie bei uns regelmäßig auf den Speiseplan. Heute gab es die rote Knolle scharf angebraten mit Salat, Ziegenkäse und Walnüssen.

Zutaten für 2 Personen: 

  • 400 gr Wild-Blattsalat
  • 500 gr Rote Bete (für die faule Bevölkerung (wie mich) auch gerne die Vakuumverpackten Vorgekochten)
  • 200 gr Ziegenkäserolle
  • 70 gr Bacon
  • 50 gr Walnüsse (netto Gewicht, exkl. Schale)
  • 1 EL Honig
  • 1 Granatapfel
  • 4 EL Olivenöl
  • 2 EL Balsamico-Essig
  • Salz
  • Pfeffer

Zubereitung:

Salat waschen und in kleine Stücke zupfen. Granatapfel „entkernen“. Die Rote Bete in mundgerechte Stücke schneiden. Pfanne erhitzen, 1 EL Olivenöl in die Pfanne geben und die rote Bete scharf anbraten. Mit Salz und Honig würzen. Rote Bete in einer separaten Schüssel zwischenparken. Den Ziegenkäse in ca. 2 cm dicke Scheiben schneiden und mit dem Bacon umwickeln. Goldbraun anbraten.

In der Zwischenzeit den Balsamico-Essig mit dem restlichen Olivenöl, Salz und Pfeffer zu einem Salatdressing vermischen. Walnüsse grob hacken, mit dem Granatapfelkernen und dem Salat sowie dem Salatdressing vermischen. Vorsichtig die Rote Beete unterheben, ggf. mit Salz und Pfeffer abschmecken. Hübsch auf dem Teller drapieren, dabei die Ziegenkäsetaler nicht vergessen und schmecken lassen.

Viel Spaß beim Ausprobieren,

eure Rena!

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DIY Sitzpouf

Normalerweise finden Dinge wie Stricken, Häkeln und Nähen mehr in den kalten Jahreszeiten statt. Aber wenn eine liebe Freundin fragt ob ich ihr einen Sitzpouf machen kann, kann ich natürlich nicht nein sagen. Da ich bereits im Dezember einen Sitzpouf gestrickt habe, nutze ich jetzt praktischer Weise die Bilder des Making of von meinem Sitzpouf. Da aber die gleiche Farbe verwendet wird, gibt es jetzt nicht so viel Unterschied. 🙂

Gesagt, getan und los geht’s:

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Zunächst braucht ihr Textilgarn (mit 2,5 kg kommt ihr aus) und sehr sehr dicke Rundstricknadeln (ich habe Größe 12 verwendet, unter 10 solltet ihr jedoch nicht gehen) mit einem Seil von mindestens 1 m (besser 1,20 m). Außerdem ist es ganz gut eine Haarklammer zur Hand zu haben. Warum? Damit vermeidet man Schusselfehler beim Drehen. Dazu kommen wir aber später…

Ihr legt natürlich selber fest wie groß euer Sitzpouf werden soll, um eine angenehme Sitzgröße zu bekommen solltet ihr jedoch nicht zu wenige Maschen anschlagen. Ich habe meinen Sitzpouf mit 50 Maschen angeschlagen.

Die äußere Hülle:

  1. Alles fängt an mit einem ausreichend langen Stück Faden. Glaubt mir für 50ig Maschen braucht ihr wirklich einen riesigen Faden. Ihr schlagt die Maschen schön locker an, denn das Textilgarn ist von Natur aus etwas steifer. Habt ihr eure Maschen zusammen, strickt ihr die erste Reihe ganz normal rechts rum bis zum Ende.
  2. Anschließend wird die Arbeit gewendet, jetzt schnappt ihr euch den Haarclip und hakt ihn bei der viertletzten Masche ein.
  3. Und wieder strickt ihr nur rechte Maschen, bis ihr an den Haarclip kommt.
  4. Den Haarclip nehmt ihr jetzt ab, hebt die Masche auf die andere Nadel ohne sie zu stricken, legt den Führungsfaden vor die linke Nadel und schiebt die vorher abgenommene Masche wieder zurück auf die linke Nadel und vor den Führungsfaden.
  5. Jetzt dreht ihr die Arbeit wieder.
  6. Setzt den Clip auf die viertletzte Masche und wiederholt Schritt 2 bis 5.
  7. Im nächsten Schritt wird der Clip nicht auf die viertletzte Masche genommen sondern auf die achtletzte Masche. Alles andere bleibt gleich. Ihr wiederholt also Schritt 3 bis 5 wieder.
  8. Wiederhole Schritt 7 und 3 bis 5.
  9. Ahnt ihr schon auf welche Masche ihr nach dem nächsten Wenden den Clip setzt? Richtig diesmal ist es die 12 Masche und alles andere bleibt wie gehabt. Das wiederholt ihr wie schon vorher noch einmal.
  10. Wenn ihr alles richtig gemacht habt, habt ihr an beiden Enden des Strickstücks eine Art Treppe.
  11. Und jetzt wird’s spannend, ihr dreht die Arbeit aber legt den Clip zur Seite und strickt alle Maschen bis zur Letzten durch.
  12. Dreht die Arbeit und strickt wieder bis zur letzten Masche. Seid ihr hinten angekommen habt ihr den ersten Maschensatz geschafft.
  13. Jetzt fangt ihr wieder mit den Schritten 2 bis 12 an. Diese wiederholen sich jetzt immer und immer wieder.

Euer Strickstück wird relativ schnell bauchig werden (Ihr strickt die Maschen in der Mitte des Strickstücks wesentlich häufiger als die an den Rändern 🙂 )  das ist richtig so und muss so sein, sonst wird der Pouf nicht rund. Da der Pouf mit sehr dickem Textilgarn gestrickt wird, bekommt er sehr schnell entsprechend Gewicht. Zum Ende hin, kann das Stricken daher zur echten Tortur werden. Aber das Endergebnis lohnt sich. Haltet also durch.

Legt ihr die beiden Außenseiten (die Maschen die ihr nur selten strickt aufeinander, so wird das Strickstück zum  Ende hin einen Kreis zeigen. Strickt den Pouf ab (lasst einen ordentlich langen Faden stehen, den brauchen wir später beim Zusammenziehen des Poufs) und verbindet die beiden langen Seiten miteinander in dem ihr sie entweder fest vernäht, oder mit einer dicken Häkelnadel (dem Textilgarn angepasst) eine flache Naht häkelt.

Ihr habt es fast geschafft… Die Außenhülle eures Poufs steht schon mal. Jetzt muss nur noch den Futtersack fertig gemacht und anschließend die Füllung reingestopft werden.

Der Futtersack:

Nehmt ein ausreichend großes Stück Stoff (am besten in der Farbe des Textilgarnes), die Größe des Sackes bestimmt sich relativ leicht in dem ihr die gestrickte Außenhülle als Maß annehmt. Legt den Stoff doppelt, dann spart ihr eine Seitennaht. Denkt dabei daran das der Sack genug Höhe zum befüllen hergeben muss. Näht alle Seiten bis auf die obere Seite zu. Den vernähten Sack steckt ihr nun in die Öffnung der Außenhülle.

Die Füllung des Futtersacks könnt ihr ganz nach Belieben wählen. Ihr könnt Watte, Styroporkügelchen, Kirschkerne, Hirse, Dinkel, ect. nehmen, ganz wie ihr mögt.  Je kleiner die einzelnen Füllteilchen sind, desto enger müsst ihr die Naht an eurem Futtersack setzen.

Der Futtersack steckt nun in eurer gestrickten Außenhülle und ist bereit zum Befüllen. Nehmt euch lieber jemanden der den Sack festhält während ihr ihn befüllt, das erspart euch den einen oder anderen Nervenszusammbruch. Ist der Futtersack voll, schnappt ihr euch Nadel und Faden und vernäht die noch verbliebene Öffnung sorgsam.

Zu guter Letzt:

Ihr habt es fast geschafft, nur noch die Öffnungen der Pouf-Außenhülle verschließen und schon haltet ihr eure neue Sitzgelegenheit in euren Händen. Zu mindestens an ein einer der beiden Seiten sollte der zuvor übergelassene Faden vorhanden sein. Zieht diesen mit Wellenförmig durch die gesamte Länge der Kante und zieht anschließend fest zusammen, bis sich das Loch gänzlich schließt. Den übrigen Faden gut verknoten und durch die Mitte Richtung Futtersack schieben. Das Gleiche macht ihr auf der anderen Seite. Fertig!

 

 

 

 

 

 

Dips, Dips, Dips

Kennt ihr das auch? Sommer, Sonne, Grillzeit und einfallslose Soßen und Dips aus dem Kühlregal. Echt öde… außerdem bleibt meistens ein Rest in der Flasche und blockiert monatelang euren Kühlschrank, bevor er dann doch in der Tonne landet. Damit es für die nächsten Grillabende nicht wieder Dosendips gibt, hier meine Dip-Lieblinge. Das beste daran ist, sie sind super schnell und mindestens genauso einfach selbstgemacht. Außerdem passen Sie nicht nur gut zu Gegrilltem.

Rena’s Zaziki Liebling: 

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Zutaten (ca. 6 Pers.): 

  • 500 gr grieschischer Joghurt
  • 100 gr. Schmand  oder Creme Fraiche
  • 1/2 Gurke
  • 2 – 3 Knoblauchzehen
  • 1 EL natives Olivenöl
  • 1 Stängel Minze
  • Salz, Pfeffer nach Belieben

Zubereitung: 

Gurke schälen, halbieren und mit einem kleinen Löffel entkernen. Dann die Gurke reiben, ich nehme dafür normalerweise die ganz normale Küchenreibe. Anschließend unbedingt die geriebene Gurke gut salzen und alles vermischen. Da die Gurke sehr wasserhaltig ist, könnt ihr so das überschüssige Wasser entziehen und der Zaziki (für den unwahrscheinlichen Fall das noch was über bleibt) verwässert nicht so stark. Joghurt und Schmand vermischen, Knoblauchzehen schälen und fein hacken (natürlich geht auch die Knoblauchpresse, ich hacke einfach lieber selber). Den Knoblauch und das Olivenöl zum Joghurt geben und alles gut verrühren. Minze waschen, trockentupfen und in feine Streifen schneiden. Die Minze unter den Joghurt heben. Die Gurke abgießen, ggf. noch etwas ausdrücken und zum Zaziki geben. Ich lasse das Ganze gerne eine halbe bis ganze Stunde im Kühlschrank stehen bevor ich es mit Salz und Pfeffer würze, so kann der Zaziki ziehen und die Gefahr von zuviel Salz ist nicht ganz so hoch.

Tip: Wer keine Minze mag, kann sie entweder ganz weglassen oder mit Dill ersetzten.

Zubereitungszeit: etwa 10 Minuten

 

Mango-Chilli-Butter 

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Zutaten (ca. 4 Pers.):

  • 125 gr weiche Butter
  • 1/4 Mango
  • Bio-Zitrone
  • 1 Chillischote (Schärfegrad je nach Geschmack wählen)
  • Salz
  • Pfeffer
  • Honig

Zubereitung:

Zitrone gut waschen, ca. 1/4 der Zitronenschale reiben. Chillischote waschen  zusammen mit der Mango pürieren. Weiche Butter in eine Schale geben, die Zitronenschale und das Mango-Chili-Püree gut vermischen. Mit Salz, Pfeffer und etwas Honig würzen. Kaltstellen.

Tipp: Ersetzt die Mango mit ca. 50 gr. getrockneten Tomaten, lasst die Zitrone und den Honig weg und schon habt ihr die zweite Hälfte eures Butterstücks in einen zweiten Dip verwandelt.

Zubereitungszeit: ca. 7 Minuten

 

Thunfischcreme für Faule

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Zutaten (ca. 6 Pers.):

  • 1 Dose Thunfisch im eigenen Saft
  • 250 gr. Mascarpone
  • 100 gr. Naturjoghurt
  • 1-2 TL Zitronensaft
  • 1 Zwiebel
  • Salz
  • Pfeffer
  • Paprikapulver

Zubereitung: 

Thunfisch abtropfen lassen und mit der Gabel zerkleinern. Mascarpone und Naturjoghurt zusammen mit dem Zitronensaft zum Thunfisch geben, gut verrühre. Zwiebel ganz fein hacken und unter die Thunfischcreme geben. Mit Salz, Pfeffer und Paprikapulver nach belieben Würzen.

Zubereitungszeit: ca. 10 Minuten

 

Übrigens bin ich sehr für mehr Realität im Internet… daher mal ein Bild während der Zubereitung:

 

Lasst es euch schmecken,

Eure Rena

 

DIY Eistee

Ich liebe Tee. Damit meine ich wirklich fast alle Variationen. Im Winter findet sich stets eine Kanne Tee auf meinem Schreibtisch. Und auch im Sommer möchte ich nicht auf ihn verzichten. Am liebsten schön gekühlt. und in einer hübschen Karaffe, schließlich trinkt das Auge mit. Was ich dagegen gar nicht leiden mag sind diese überzuckerten Fertig-Eistees. Nur gut das man leckeren Eistee vollkommen problemlos selber machen kann.

Grundsätzlich eignen sich alle Arten von Tee’s. Wer es ganz klassisch mag nimmt schwarzen Tee. Der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt. Ich persönlich stehe ja gerade an heißen Tagen sehr auf Pfefferminze, der erfrischt noch mal extra.

Was braucht man noch so neben dem bereits erwähnten Tee?

Pfefferminz-Zitronen-Eistee:

Zubehör: 

  • Teekanne,
  • Glaskaraffe,
  • Esslöffel,
  • Schneidebrett,
  • scharfes Messer,
  • Rührstab / Langlöffel

Zutaten für ca. 1,5 l Eistee:

  • 3 – 4 EL loser Pfefferminztee,
  • 1 EL Bio-Honig,
  • 1 Bio-Zitrone,
  • frische Zitronenmelisse nach Belieben

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Zubereitung:

Fangt damit an den Tee zu brühen, ich nehme dafür immer eine Teekanne, einfach weil mir schon mal eine Glaskaraffe gesprungen ist als ich sie mit heißem Wasser gefüllt habe. Damit mir das nicht noch mal passiert, nehme ich grundsätzlich eine ordentliche Teekanne.

Lasst den Tee ca. 10 Minuten abkühlen dann fügt ihr den Honig hinzu. Wenn der Tee noch zu heiß ist gehen die positiven Eigenschaften des Honigs flöten. Wartet ihr zu lange und der Tee ist schon kalt, löst sich der Honig nur mit viel Rührarbeit auf. Anschließend lasst ihr den Tee komplett auskühlen.

Schneidet eine halbe Zitrone (Zitronen bitte immer vorher gründlich waschen) in Scheiben oder in Spalten (ganz nach belieben), die andere Hälfte presst ihr aus und vermischt den Saft mit dem nun kalten Tee.

Den Tee zusammen mit den geschnittenen Zitronenstücken in die Karaffe geben, einige Zitronenmelissenblätter dazu und ab in den Kühlschrank.

Natürlich ist das Rezept nicht in Stein gemeißelt und kann nach belieben abgewandelt werden. Probiert z. B. gefrorene Himbeeren statt der Zitronenstücke aus. Auch sehr lecker.

 

Lasst es euch schmecken!

Liebe Grüße

Rena