Blogpause beendet – ich bin wieder da!

Wie ihr sicherlich schon festgestellt habt war es ziemlich ruhig auf meinem Blog. Die Pause war nicht ganz freiwillig, war aber leider bitter nötig. Ich hatte so unglaublich viel um die Ohren das ich einfach keine Zeit gefunden habe zu schreiben.

Die finale Phase vor dem Umzug war wirklich kräftezehrend. Die letzten Bauschritte sind besondere Zeitfresser gewesen. Fliesen aussuchen, die Baustelle gefühlt täglich sieben mal lüften, damit der Estrich trocknet, die Baufortschritte kritisch prüfen, Abstimmungen mit den Gewerken, nebenbei den Umzug organisieren und ganz zwischendurch noch Arbeiten. Und auch nach unserem durchaus turbulenten Umzug ist es irgendwie nicht ruhiger geworden.

Da meine Lieblingskollegin ja schon im Dezember gegangen ist, war bei uns der Jahresabschluss und die Folgemonate in denen dann zu allem Überfluss auch noch mein zweiter Mitarbeiter wegen Krankheit zwei Monate ausgefallen ist mehr als nur turbulent. Wenn man dann mit Chef und einem neuen noch nicht eingearbeiteten Kollegen alleine ist, läuft halt auch mal alles drunter und drüber.

Ja so ungefähr war mein letztes halbes Jahr. Zur Abwechslung war sich mein Privatleben mit meinem Berufsleben sehr einig und beide haben ihr Möglichstes getan um mich zu fordern. ABER…

Ich habe es überlebt.

Das Haus ist fertig gestellt, der Umzug gemeistert, die Katzen fühlen sich mittlerweile auch ganz wohl und die ersten Räume im Haus sind vollständig eingerichtet. Wir sind also so langsam angekommen.

In den nächsten Tagen wird es die ersten Beiträge zu den bereits erwähnten Räumen geben und am Samstag steht ein Kesselgulasch mit Freunden an. Das Rezept werde ich euch nicht vorenthalten. Außerdem steht auch noch mein Reisebericht zu London aus.

Ihr dürft also gespannt sein.

Sonnige Grüße

Eure Rena

Und plötzlich habe ich Wände

Letzte Woche saß ich an meinem Rechner, der Frust war groß… nichts ging vorwärts… alles war mir zu langsam…

Tja das hat sich diese Woche endlich geändert. Zum Beginn der Woche ging es los… und damit meine ich es ging wirklich rund…

Montag 27.08.18: Einschalung der Bodenplatte und Herstellung Bauwasser

Dienstag 28.08.18: Gießen der Bodenplatte

Mittwoch 29.08.18: Abbau der Verschalung, Vorbereitung der Bodenplatte zur Errichtung des Mauerwerkes

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Donnerstag 30.08.18: Beginn Maurerarbeiten

Freitag 31.08.18: Maurerarbeiten die Zweite

 

Seit Donnerstag liege ich flach. Also muss mein Mann mich mit Neuigkeiten von der Baustelle versorgen… Ach Mensch, jetzt wo es täglich was Neues zu sehen gibt, bin ich am Bett festgekettet (naja gut, auf dem Sofa). Nichts desto trotz, ich bin immer noch vollkommen fasziniert, wie schnell es plötzlich los ging. Letzte Woche Samstag, um die Zeit trocknete noch unsere Frostschürze vor sich hin… und nun? Wir haben Wände… oder zu mindestens die ersten Ziegelreihen… ich bin total geflashed. Ich freue mich also dezent von meinem Sofa aus. Und bin schon ganz gespannt darauf endlich wieder selbst zur Baustelle zu dürfen. Drückt mir die Daumen das ich schnell wieder auf die Beine komme 😀

Habt ein tolles Restwochenende

Eure Rena

 

 

 

 

Vom Tiefbau und einem kleinen Überraschungsei…

Der Bauherr an sich ist ein von Natur aus vorsichtiges Wesen. Aber Gott sei dank gibt es ja Murphy’s Gesetz… Also braucht sich der Bauherr gar keine Gedanken darüber machen, das etwas so kommt wie er es geplant hat. Denn es kommt sowieso anders als gedacht… Versprochen…

Ich hätte es also vorher wissen müssen. Spätestens aber nachdem im Vorfeld alles schief gelaufen war was schief laufen konnte. Ich hätte also wissen sollen, das die Pechsträhne noch nicht zu Ende sein sollte…

Ich habe Anfang Juni die Baugenehmigung bekommen, drei Wochen warten, dann kann es los gehen! Äh ja zu mindestens in der Theorie.

Mitte Juli… endlich, endlich gab es Veränderungen am Grundstück… vier blaue Holzpflöcke… das kleine Hoffnungstier kam also aus seiner tiefen Höhle rausgekrabbelt und blickte scheu hervor… Würde es jetzt wirklich los gehen? Nur 13 Monate nach dem der Grundstückskaufvertrag unterschrieben war?

Eine Woche später der Tiefbauer rückte an… Jubbelschreie vom Hoffnungstier… es geht looooooooos… und es ging los… jedenfalls für drei Tage… der Tiefbauer baggerte (verzeiht mir bitte diesen laienhaften Ausdruck, aber noch bin ich Bauherrin in Ausbildung) die obere Erdschicht zur Seite.

Am nächsten Tag kam LKW um LKW mit einer MENGE Frostschutz. Soweit so gut. Während ich am Abend also bewundernd auf meinem Grundstück stand und mich so über meinen ganzen Frostschutz freute, dachte ich mir schon das es wirklich eine riesige Menge Frostschutz ist… aber gut, wir haben einHanggrundstück, also erstmal nicht so seltsam das man die Höhen ausgleichen muss…  der folgende Tag brachte dann gegen Mittag mal wieder Ernüchterung mit sich. Der Tiefbauer hatte bereits 400 Tonnen Frostschutz angefahren, aber um auf das im Bauantrag angegebene Höhenniveau zu kommen waren noch mal mindestens 120 Tonnen notwendig… Beim abendlichen Grundstücksbesuch stand für mich fest, das die weitere Aufschüttung nicht stattfinden würde. Die armen Nachbarn schauten jetzt schon nur noch auf einen riesigen Erdhaufen und es sollten weitere 60 cm dazukommen? Das konnte ich mit meinem Gewissen nicht so einfach vereinbaren.

Einige Telefonate später war ich mir sicher das es wenn ich das Haus 60 cm tiefer einordnen lassen würde, keine Probleme mit a) dem Regenwasser b) der Kanalisation und c) dem Landkreis bekommen würde. Der Tiefbauer bekam somit die Info das wir das Gelände so beibehalten würden wie es jetzt war und der Bauleiter das soweit alles fertig sei zu beginnen…

Und dann wartete ich… und wartete… anfangs noch geduldig… doch als dann auch in der zweiten Woche nach dem unser Soll der Bodenarbeiten abgeschlossen war, immer noch nichts passiert war… wie soll ich es denn ausdrücken, wurde ich leicht ungehalten. Wenn eins als Fakt feststeht, dann ist es wohl meine Ungeduld… Diverse Menschen behaupten sogar ich sei, als die Geduld und die Diplomatie verteilt wurde im Keller gewesen, Kartoffeln holen.

Nach einigen relativ klaren Worten meinerseits, kam mir unser absolut hilfsbereiter und zuvorkommender Vertriebler zu Hilfe. Am folgenden Tag stand ein Bagger auf dem Grundstück und die Frostschürzen wurden ausgehoben. Endlich… Naja es wäre nicht unser Bauvorhaben, wenn nicht mindestens etwas schief gehen würde…. Beim Aushub der Frostschürze wurde unser Stromkabel gleich mit ausgehoben…  ganz so dramatisch war es jedoch nun doch nicht. Lediglich die Ummantelung bekam einen kleinen Treffer weg, das Kabel an sich blieb unversehrt.

Ich bin nun also endlich stolze Besitzerin einer fertigen Frostschürze.

Nächste Woche soll es dann weiter gehen mit der eigentlichen Bodenplatte… ich darf also gespannt sein…

Grüße von einer leicht genervten Bauherrin

Warum kleine blaue Hölzchen die Bauherrin glücklich macht

Die Sache mit dem Hausbau lief im Vorlauf ja nicht unbedingt rund. Und eigentlich, ganz eigentlich sollte es ja auch schon so gegen den 18.07. los gehen… Ich tigere also jeden Nachmittag nach der Arbeit ganz brav hoch ans Grundstück und jeden Tag ergab sich das selbe traurige Bild.

Verdörrtes Gras und Wildblumen, Brachland, halt nichts Neues. Zwischendurch gab es dann mal einen kurzen Lichtblick. Der Stromkasten wurde gesetzt. Yeah… das war es dann auch schon wieder.

Rein routinemäßig fuhr ich also gestern wie jeden Tag zum Grundstück hoch, von Weitem keine Veränderung, Ich wendete also wie jeden Tag mein Auto oben an der großen Scheune und wäre beinahe einfach weitergefahren. doch da entdeckte ich SIE die kleinen blauen Holzpflöcke. Kurz um wurde das Auto dann doch angehalten, sogar der Motor abgestellt und dieser historische Moment fotodokumentarisch festgehalten.

Ich bin jetzt stolze Besitzerin einer grob abgesteckten Baugrube. Laut Aussage unseres Tiefbauers müsste es jetzt praktisch täglich los gehen. Also Daumen drücken und abwarten, was die nächsten Tage so bringen.

Ihr werdet es mit als Erste erfahren 😀

Hitzige Grüße aus der Dachgeschosswohnung

Eure Rena

I’m ready to start… Start with what?

Zunächst einmal das offensichtlich Wichtigste überhaupt.

„Dieser Artikel enthält Werbung, da auf dem Titelbild das Logo und damit die Marke meines Hausbauers zu sehen ist. Dieser Beitrag ist nicht gesponsert ich bezahle alles in eigener Regie und ohne Kooperation!“

Und nun zum eigentlichen Thema… Für was ist Sie denn jetzt nun Bereit. Was soll begonnen werden???

Tja das ist eine gute Frage… Ich baue ein Haus… also zur Zeit nur in der Theorie.

Das mit dem Haus bauen ist sowieso eine Sache für sich. Also Zuerst sucht man, und während man sucht, wartet man logischer Weise auch irgendwie. Man sucht nach einem Grundstück, einem geeigneten Bauunternehmen. Man kommt ins Grübeln, ist ein Neubau wirklich das Richtige für Einen? Vielleicht doch lieber ein Bestandshaus? Man schaut sich diverse Bestandshäuser an, stellt fest, das doch nicht das Richtige dabei ist. Oder eben vollkommen überteuert ist.

Letztes Jahr im Juni, sprang mich dann DAS Grundstück an, im Randgebiet meiner Stadt, wunderbar abseits auf einem Hügel gelegen, gleich bei einem Feldweg, in einer verkehrsberuhigten Zone. Das Grundstück hatte es mir sofort angetan, nicht wie die gefühlten 700 Vorgänger. Also wurde der Makler kontaktiert. Der Preis klang gut. Es folgte wieder eine dieser „Soll-ich-oder-soll-ich-nicht“-Phasen. Schlussendlich wurde das Grundstück gekauft. Was dann folgte war, wie ihr sicherlich schon selbst erraten habt, eine Folge von vielen vielen vielen Tagen und Wochen bis alles unter Dach und Fach war.

Die Finanzierung wurde geprüft, der Hausbauer festgelegt, der Grundstückskaufvertrag unterschrieben, die Hausplanung gestartet, der Grundstückskaufpreis entrichtet und damit die Eigentumsübertragung abgehakt. Sowas dauert… und dabei rede ich nicht von zwei drei Tagen… nein… nein… stellt euch lieber auf MONATE ein.

Im November letzten Jahres war es dann soweit, ich durfte das Haus bemustern… und wer jetzt denkt, dass danach gleich mit dem Bau begonnen werden kann, wird jetzt leider enttäuscht. Nach der Bemusterung wird der Bauantrag fertig gestellt, der kommt dann in dreifacher Ausfertigung zum Bauamt, und dann wartet man… einen Monat, bis einem mitgeteilt wird, das irgendwas fehlt. Und noch einen Weiteren um einen dicken fetten Schlag in die Magengrube zu erhalten.

Antrag abgelehnt??? Warum? Wenn man dann denkt, man kann mit den Behörden verhandeln, ist aber sowas von schief gewickelt. Man kämpft… man kämpft einen Monat und man kämpft einen zweiten Monat. Man versucht zu eruieren was der tatsächliche Grund für die Ablehnung ist. Man stellt fest das man keine konkrete Aussage heraus gekitzelt bekommt. Die Höhe… Sagen wir mal so… mein Traumhaus hatte eine Gesamthöhe von 8,13 m. Eine wunderschöne kleine Stadtvilla mit einem hübschen kleinen Walmdach… abgelehnt, weil zwei Vollgeschosse zu hoch seien. Okay gut… dann halt ein Flachdach, dadurch würde man ca. 2,10 m gewinnen. Nein. sind ja trotzdem noch zwei volle Geschosse… ja aber doch schon mal 1,90 niedriger als das Nachbarhaus oder nicht? Nein, da müssen Sie schon ein Geschoss mindestens bis zur Hälfte einbuddeln… Ja hallo, wer bin ich denn? Ein Maulwurf? Wenn also alle vernünftigen Argumente dieser Welt zu keinem Erfolg führen, was macht man dann? Genau… man fängt wieder von vorne an mit der Hausplanung. Und das bei schon bestehender Kreditsumme, Nachfinanzierung kommt mir nicht in die Tüte. PUNKT.

Tja wenn man dann fertig ist mit der Umplanung, stellt man fest, man bekommt jetzt ein Haus, nur ist das Haus nicht mehr DAS Haus was man sich vorgestellt hat. Aber Bürokratie sei dank, kann man schon mal ein Schweinegeld für ein Haus aufnehmen was nicht mehr seinen Wunschvorstellungen entspricht. Was soll der Geiz, da kann man schon mal flexibel sein, oder wie mir eine Dame vom Bauamt riet: „Ihr Haus ist ein schönes Haus, nur wird es leider nicht auf ihrem Grundstück gebaut werden, suchen Sie sich doch ein anderes Grundstück aus…“  Ja aber selbstverständlich, super Idee…

Man findet einen Kompromiss, sagt sich immer wieder, ach das Haus wird doch gar nicht so schlimm sein, es gibt Millionen von Menschen die in Anderthalbgeschossern wohnen… Das kann doch nicht so dramatisch werden…

Irgendwann kommt man dann an den Punkt, wo es einem fast schon egal ist, was da auf seinem Grundstück stehen wird. Was soll es HAUPTSACHE irgendein Haus. Vier Wände, ein Dach… schraub gefälligst deine Ansprüche runter…. schluck es einfach runter, komm damit klar… Diesen Punkt habe ich vor ca. zwei Monaten erreicht.

Der Bauantrag ist nun auch genehmigt (im übrigen ist mein Haus jetzt zwar ein Anderthalbgeschosser, aber nur knappe 40 cm HÖHER also mein erster Hausentwurf, aber die Genehmigung ist durch, Bürokratie im Quadrat!) und ich warte mit der Schreckschusspistole im Anschlag, darauf den Startschuss geben zu können.

Wenn die Bauphase genauso schrecklich wird wie die Planungsphase werde ich wohl nach dem Bau grau sein, und damit meine ich mausgrau… nicht nur ein bisschen grau (aktuell fangen meine Schläfen an ziiiiiiiiiiiemlich grau zu werden… Wir werden sehen. Da ich ja von Natur aus immer erstmal vom „Worst-case-Szenario“ ausgehe (und leider was den Bau angeht bis jetzt immer richtig lag mit meinen Prognosen), gehe ich nicht davon aus das alles glatt gehen wird. Aber ich lasse mich natürlich freiwillig eines Besseren belehren und hätte zur Abwechslung wirklich, wirklich gerne mal Unrecht….

Bitte, bitte lass mich Unrecht haben…

Die Worte einer Bauherrin, die den Nervenzusammenbruch schon dreimal hinter sich hatte, bevor auch nur eine Schaufel Erde bewegt wurde. Oder in anderen Worten

„Rena’s Welt steht Kopf!!!“