Ausmisten vor dem Umzug ins Haus?!?

Ihr kennt es sicher auch, diese Ecken (oder in meinem Fall ein ganzes Zimmer), die zum Abladen von „Zeug“ genutzt werden… Kram den man eigentlich nicht mehr braucht, Zeug was eigentlich verkauft, verschenkt oder vielleicht sogar einfach nur den Weg in die Mülltonne finden sollte.

Ganz schlimm war es kurz nach der Hochzeit, all die liebevoll gebastelte Dekoration für Tisch, Saal, Zeremonie und Gäste-Bespaßung. Doch wohin nur nach der Hochzeit damit??? Es traf sich also ganz hervorragend das wir einen Keller haben, der zu unserer Wohnung gehört. Frei nach dem Motto erstmal zwischenlagern, wir kümmern uns später darum… Tja oder wie man auch sagen könnte: „Aus den Augen, aus dem Sinn!“

Das hört sich jetzt schlimmer an als es tatsächlich ist. Ich bin kein Messi und hebe jeden Mist auf. Aber sicherlich kennt ihr es auch von euch, dieses „Später“, dieses „Wenn ich mal Zeit habe“.  Seien wir doch ehrlich zu uns selber… aus dem Später wird irgendwann ein „Verflucht, das steht ja auch noch hier rum“.

Nun ja, wer meinen Blog verfolgt weis sicherlich von dem Hausbau. Aktuell bin ich in einer 100 qm Dachgeschoss-Stadtwohnung untergebracht. Das heißt bei einem Zwei-Mann-Haushalt, dass sich in fünf Jahren viel „Kram“ ansammelt. Doch mit einem bin ich mir mehr als sicher. Ich werde ganz sicher nicht all diese „Altlasten“ ins neue Haus schleppen (und das sage ich nicht nur weil ich all den Krempel die 5 Etagen nach unten wuchten muss).

Was also tun um den „Kram“ und „Krempel“, all die nicht mehr benötigten Dinge loszuwerden? Die einfachste Variante ist es sicherlich die Mülltonne zu öffnen und die Sachen einfach wegzuwerfen. Das tut mir aber spätestens dann in der Seele weh, wenn ich all die Hunderte von Büchern sehe, die in meinen vielen Regalen vor sich hin verstauben. Einmal gelesen und dann stehen sie dort. Bücher schmeißt man nicht weg. Sie erzählen Geschichten, tragen Emotionen und Träumereien in sich.                           Oder all die drei mal genutzten Handtaschen, meist von namhaften Herstellern und gar nicht mal so günstig in der Anschaffung gewesen. Dekoartikel, abgelegte Elektronik, DVD’s, Blu Ray’s, alles Zeug was man durchaus verkaufen kann. Gerade durch den Hausbau kann man als Bauherr durchaus den einen oder anderen Extra-Euro gut gebrauchen.

Da ich generell zu einem strukturierten Arbeiten neige (was wie ich schon des Öfteren gehört habe, nicht so schlecht sein soll), begann ich also systematisch ein Zimmer nach dem anderen zu durchforsten. Und siehe da, der „Kann-weg-Haufen“ wuchs stetig an.

Doch das Verkaufen der Artikel macht sicherlich nicht unerhebliche Arbeit. Neben dem Aussortieren, müssen die Artikel ordentlich präsentiert und beschrieben sein, ISBN-Nr. eingegeben, Boxen gepackt und zur Post gebracht werden. Ja das macht Arbeit, aber man wird mit einer gar nicht so schlechten Cash-Ausbeute belohnt.

Solltet ihr auch vor einem bevorstehenden Umzug stehen, lohnt es sich definitiv „Ballast“ loszuwerden. Hier also meine Tipps zum Vorgehen:

  1. Sortiert eure Zimmer strategisch aus. Fangt bei einem Zimmer an und arbeitet euch nach und nach durch eure Wohnung.
  2. Dinge, die „weg können“ sollten vorsortiert sein. (Bücher zu Bücher, CD zu CD, DVD zu DVD,…)
  3. Kaputte Dinge gehören in den Müll (selbstverständlich gibt es hier Ausnahmen, wenn Gegenstände als Ersatzteilspender dienen können).
  4. Nehmt euch nicht zu viel an einem Tag vor, sonst verliert ihr nur die Lust. Fangt beispielsweise nur mit einem Bücherregal an. Sortiert es aus und packt die erste Verkaufskiste.
  5. Nehmt euch die Zeit zu vergleichen, was ist ein realistischer Preis für eure Gegenstände und wie ist der Versand am günstigsten.
  6. Verschiedene Plattformen, bieten verschiedene Möglichkeiten, auch hier gilt es auszulesen welche Plattform für welche Dinge am besten funktionieren.
  7. Ihr liebt es selber über Flohmärkte zu streifen und Schnäppchen zu machen? Versucht es doch einmal selber als Verkäufer.
  8. Gute Bilder sichern euch Kauf-Interessenten, eure Artikel sollten also gut erkennbar und keine ablenkenden Faktoren im Bild zu sehen sein. Außerdem ist es ratsam einen möglichst einfarbigen Hintergrund  zu nutzen, da dieser eure Artikel hervor hebt.
  9. Gebt so viele Details wie möglich über eure Artikel preis und weist auch auf eventuelle Fehler oder Beschädigungen hin. Ehrlichkeit währt am längsten.
  10. Was beim dritten Anlauf keinen Abnehmer findet und nur von geringem Wert ist, darf getrost aussortiert und entsorgt werden.

Der Vorteil einer solchen Entrümpelungsaktion ist sicherlich nicht nur der finanzielle Aspekt, sondern auch der Psychologische. Zu mindestens mir gefällt es Platz zu schaffen und in gewisser Weise Ballast loszuwerden. Außerdem denkt an eure Umzugshelfer, verkaufte Sachen müssen nicht mehr ins neue Domizil geschleppt werden 😉

Ich lass euch liebe Grüße da und wünsche euch eine tolle Restwoche.

Eure (ballastfreie) Rena

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