I’m ready to start… Start with what?

Zunächst einmal das offensichtlich Wichtigste überhaupt.

„Dieser Artikel enthält Werbung, da auf dem Titelbild das Logo und damit die Marke meines Hausbauers zu sehen ist. Dieser Beitrag ist nicht gesponsert ich bezahle alles in eigener Regie und ohne Kooperation!“

Und nun zum eigentlichen Thema… Für was ist Sie denn jetzt nun Bereit. Was soll begonnen werden???

Tja das ist eine gute Frage… Ich baue ein Haus… also zur Zeit nur in der Theorie.

Das mit dem Haus bauen ist sowieso eine Sache für sich. Also Zuerst sucht man, und während man sucht, wartet man logischer Weise auch irgendwie. Man sucht nach einem Grundstück, einem geeigneten Bauunternehmen. Man kommt ins Grübeln, ist ein Neubau wirklich das Richtige für Einen? Vielleicht doch lieber ein Bestandshaus? Man schaut sich diverse Bestandshäuser an, stellt fest, das doch nicht das Richtige dabei ist. Oder eben vollkommen überteuert ist.

Letztes Jahr im Juni, sprang mich dann DAS Grundstück an, im Randgebiet meiner Stadt, wunderbar abseits auf einem Hügel gelegen, gleich bei einem Feldweg, in einer verkehrsberuhigten Zone. Das Grundstück hatte es mir sofort angetan, nicht wie die gefühlten 700 Vorgänger. Also wurde der Makler kontaktiert. Der Preis klang gut. Es folgte wieder eine dieser „Soll-ich-oder-soll-ich-nicht“-Phasen. Schlussendlich wurde das Grundstück gekauft. Was dann folgte war, wie ihr sicherlich schon selbst erraten habt, eine Folge von vielen vielen vielen Tagen und Wochen bis alles unter Dach und Fach war.

Die Finanzierung wurde geprüft, der Hausbauer festgelegt, der Grundstückskaufvertrag unterschrieben, die Hausplanung gestartet, der Grundstückskaufpreis entrichtet und damit die Eigentumsübertragung abgehakt. Sowas dauert… und dabei rede ich nicht von zwei drei Tagen… nein… nein… stellt euch lieber auf MONATE ein.

Im November letzten Jahres war es dann soweit, ich durfte das Haus bemustern… und wer jetzt denkt, dass danach gleich mit dem Bau begonnen werden kann, wird jetzt leider enttäuscht. Nach der Bemusterung wird der Bauantrag fertig gestellt, der kommt dann in dreifacher Ausfertigung zum Bauamt, und dann wartet man… einen Monat, bis einem mitgeteilt wird, das irgendwas fehlt. Und noch einen Weiteren um einen dicken fetten Schlag in die Magengrube zu erhalten.

Antrag abgelehnt??? Warum? Wenn man dann denkt, man kann mit den Behörden verhandeln, ist aber sowas von schief gewickelt. Man kämpft… man kämpft einen Monat und man kämpft einen zweiten Monat. Man versucht zu eruieren was der tatsächliche Grund für die Ablehnung ist. Man stellt fest das man keine konkrete Aussage heraus gekitzelt bekommt. Die Höhe… Sagen wir mal so… mein Traumhaus hatte eine Gesamthöhe von 8,13 m. Eine wunderschöne kleine Stadtvilla mit einem hübschen kleinen Walmdach… abgelehnt, weil zwei Vollgeschosse zu hoch seien. Okay gut… dann halt ein Flachdach, dadurch würde man ca. 2,10 m gewinnen. Nein. sind ja trotzdem noch zwei volle Geschosse… ja aber doch schon mal 1,90 niedriger als das Nachbarhaus oder nicht? Nein, da müssen Sie schon ein Geschoss mindestens bis zur Hälfte einbuddeln… Ja hallo, wer bin ich denn? Ein Maulwurf? Wenn also alle vernünftigen Argumente dieser Welt zu keinem Erfolg führen, was macht man dann? Genau… man fängt wieder von vorne an mit der Hausplanung. Und das bei schon bestehender Kreditsumme, Nachfinanzierung kommt mir nicht in die Tüte. PUNKT.

Tja wenn man dann fertig ist mit der Umplanung, stellt man fest, man bekommt jetzt ein Haus, nur ist das Haus nicht mehr DAS Haus was man sich vorgestellt hat. Aber Bürokratie sei dank, kann man schon mal ein Schweinegeld für ein Haus aufnehmen was nicht mehr seinen Wunschvorstellungen entspricht. Was soll der Geiz, da kann man schon mal flexibel sein, oder wie mir eine Dame vom Bauamt riet: „Ihr Haus ist ein schönes Haus, nur wird es leider nicht auf ihrem Grundstück gebaut werden, suchen Sie sich doch ein anderes Grundstück aus…“  Ja aber selbstverständlich, super Idee…

Man findet einen Kompromiss, sagt sich immer wieder, ach das Haus wird doch gar nicht so schlimm sein, es gibt Millionen von Menschen die in Anderthalbgeschossern wohnen… Das kann doch nicht so dramatisch werden…

Irgendwann kommt man dann an den Punkt, wo es einem fast schon egal ist, was da auf seinem Grundstück stehen wird. Was soll es HAUPTSACHE irgendein Haus. Vier Wände, ein Dach… schraub gefälligst deine Ansprüche runter…. schluck es einfach runter, komm damit klar… Diesen Punkt habe ich vor ca. zwei Monaten erreicht.

Der Bauantrag ist nun auch genehmigt (im übrigen ist mein Haus jetzt zwar ein Anderthalbgeschosser, aber nur knappe 40 cm HÖHER also mein erster Hausentwurf, aber die Genehmigung ist durch, Bürokratie im Quadrat!) und ich warte mit der Schreckschusspistole im Anschlag, darauf den Startschuss geben zu können.

Wenn die Bauphase genauso schrecklich wird wie die Planungsphase werde ich wohl nach dem Bau grau sein, und damit meine ich mausgrau… nicht nur ein bisschen grau (aktuell fangen meine Schläfen an ziiiiiiiiiiiemlich grau zu werden… Wir werden sehen. Da ich ja von Natur aus immer erstmal vom „Worst-case-Szenario“ ausgehe (und leider was den Bau angeht bis jetzt immer richtig lag mit meinen Prognosen), gehe ich nicht davon aus das alles glatt gehen wird. Aber ich lasse mich natürlich freiwillig eines Besseren belehren und hätte zur Abwechslung wirklich, wirklich gerne mal Unrecht….

Bitte, bitte lass mich Unrecht haben…

Die Worte einer Bauherrin, die den Nervenzusammenbruch schon dreimal hinter sich hatte, bevor auch nur eine Schaufel Erde bewegt wurde. Oder in anderen Worten

„Rena’s Welt steht Kopf!!!“

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